Merken: Merken soll schöner werden

Merken: Merken soll schöner werden

Der Tagebau Inden rückt näher. Spätestens in zehn Jahren wird er den Dürener Stadtteil Merken erreicht haben. Die Einwohner werden sich mit Lärm- und Staubentwicklung abfinden müssen. Trotzdem soll Merken lebenswert bleiben. Dafür soll ein neuer Dorfentwicklungsplan sorgen, der bis zum Sommer kommenden Jahres erstellt wird.

Am Dienstagabend gab es den Startschuss für das Projekt. Federführend ist das Planungsbüro Urgatz aus Aachen. Astrid Urgatz brachte Vertreter aller Beteiligten an einen Tisch, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Die IG Merken, RWE Power, Bezirksregierung und Stadtverwaltung - alle sind sich darin einig: Es geht nur in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen vor Ort. „Die Informationen müssen von den Bürgern selbst kommen, davon hängt dann auch das Ergebnis ab”, so Urgatz.

Erste Vorschläge, was in Merken verbessert und verschönert werden könnte, sollen Einwohner am Donnerstag, 5. Februar, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle vorbringen können. Bis zur Verabschiedung des endgültigen Dorfentwicklungsplanes Mitte 2010 wird es zahlreiche weitere Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger geben. So ist für Ende März eine „Zukunftswerkstatt” geplant, es folgen Dorfbegehung und Treffen von Arbeitskreisen.

Dass es reichlich Anregungen geben wird, davon ist Bürgermeister Paul Larue überzeugt: „Südumgehung, Nahversorgung, neues Bauland und ein zentraler Treffpunkt im Dorf werden wichtige Themen sein. Dreck und Lärm wird man nicht wegnehmen können, aber mit einem schönen Dorfmittelpunkt lässt sich manches leichter ertragen.” Auch IG-Vorsitzender Josef Bellartz erhofft sich Gegenleistungen durch den neuen Plan. Erik Schöddert sagte für RWE Power Unterstützung zu. Nicht nur bei der Finanzierung der Umgehungsstraße K 35. Auch ein Aussichtspunkt auf dem Lärmschutzwall (bis Ende 2010 fertig) oder die Begrünung von Flächen dahinter seien denkbar.

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