Merken: Protest gegen "Ende-Gelände"-Protestcamp

„Ende-Gelände“-Protestcamp : Unmut gegen „linksextremistische Gewalt“ wächst

Nicht nur in Niederzier wächst der Widerstand gegen das von der Anti-Braunkohle-Bewegung „Ende Gelände“ vom 25. bis 29. Oktober in der Ruraue bei Huchem-Stammeln oder an einem anderen Ort in der Gemeinde Niederzier geplante Protestcamp.

Auch in Merken trafen sich am Dienstagabend mehr als 50 Bürger, aus Merken und umliegenden Orten, um „ihren Unmut gegen die geplanten, rechtswidrigen Aktionen der linksradikalen Mitglieder des Aktionsbündnisses“ kundzutun, wie einer der Initiatoren auf Anfrage berichtete.

Die Bewegung „Ende Gelände“ will nach eigenen Aussagen auf ihrer Internetseite die Kohle-Infrastruktur blockieren. Diese „Straftaten“ wollen die Merkener nicht einfach so hinnehmen, denn es gehe bei diesem Widerstand doch gar nicht um die Themen Klimawandel, Energiewende, RWE und Arbeitsplätze.

„Es muss endlich einmal klar ausgesprochen werden, dass der Kern dieser Aktivisten unsere Grundrechte und unsere Gesellschaftsform ebenso ablehnt wie unser Recht und unser Gesetz. Friedlicher Protest ist das eine, die Ankündigung und die Durchführung von Straftaten das andere“, betont der Initiator. „Wir fordern, dass das Camp sofort beendet wird, wenn Straftaten aus den Reihen der Aktivisten begangen werden.“

Das neue Bündnis gegen Extremismus hat sich darauf verständigt, zwei Aktionen vorzubereiten und sich mit Gleichgesinnten in anderen Ortschaften zu vernetzten. Das Bündnis ist per E-Mail zu erreichen: bgl2018@gmx.de.

(ja)
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