Zwei-Klassen-Gesellschaft: Merken geht beim Ringen trotz engagierter Leistung unter

Zwei-Klassen-Gesellschaft : Merken geht beim Ringen trotz engagierter Leistung unter

Im vergangenen Jahr war im Playoff-Achtelfinale für den Ringerclub CWS Düren-Merken (damals noch RC Merken) Endstation. Der Gegner, der ASV Mainz, war in zwei Duellen einfach zu übermächtig.

Von dieser Dominanz haben die Mainzer nichts verloren. Am vergangenen Samstag gab es in der Ringer-Bundesliga im letzten Heimkampf der Saison für die Merkener eine 4:29-Niederlage.

An mangelndem Einsatz lag es bei den Hausherren aber nicht, die Gäste waren einfach zwei Klassen besser. Neben dem Sieg von Zurab Matcharashvili – er holte für Merken die vier Zähler – gab es aber weitere Lichtblicke. Melvin Pelzer hielt seinen Kampf eng und gab nur zwei Zähler ab. Diese auch nur weil er wegen Passivitätsverwarnungen zu Boden geschickt wurde.

George Ramm gab in einem offenen Kampf drei Punkte ab. Das hört sich nach einer Deutlichkeit an, die aber nicht vorlag. Gegner Ilir Sefaj wurde für sein Vorgehen im Kampf nicht bestraft. Immer wieder griff er dem Merkener regelwidrig in die Finger, um den Kontrahenten so in die Armklammer zu nehmen.

Der Mainzer wurde zwar vom Mattenleiter rund zehnmal ermahnt, aber nicht sanktioniert. Überrascht wurden die Zuschauer von Alexander Kleer. Der Merkener gab gegen Wladimir Remel nur zwei Zähler ab. Dabei kam Kleer sogar mit eigenen Angriffen durch. „Der Trainer hat mir vor dem Kampf die Wahl gelassen, ob ich Freistil oder griechisch-römisch ringen möchte. Ich habe mich dann für Greco entschieden und hätte für die Mannschaft gerne noch weniger abgegeben“, sagte Kleer.

Der Merkener, der sich für nichts zu schade ist und für die Mannschaft gefühlt auch noch im Leichtgewicht ringen würde, wäre es gewichtsmäßig machbar, lieferte auch gleich eine Erklärung, warum es so gut lief: „Viele meiner Gegner sind nach einer langen Saison jetzt richtig kaputt. Bei mir wird meine Leistung aber besser.“

Coach Daniel Anderson übernahm dann das Schwergewicht im Freistil selbst, da sich Merkens Abus Magomedov im Training für einen sehr wichtigen MMA-Kampf befindet. Am 31. Dezember kämpft er in New York im Finale der Professional Fighters League um eine Million Dollar.

(say)
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