Mehrere Erasmus-Projekte an Europaschule Langerwehe

Erasmus-Projekte : Wie nachhaltig ist die eigene Schule?

Trinkpäckchen kommen nicht etwa in den Papier-, sondern in den Plastikmüll. „Man könnte auf den ersten Moment meinen, dass die Verpackung nur aus Papier besteht, aber darin ist auch Aluminium enthalten“, betont Merlin Holtappels. Der Schüler der Europaschule Langerwehe hat sich dieses Wissen mit anderen Schülern im Rahmen des Erasmus-Plus-Projektes „Wie nachhaltig ist meine Schule?“, angeeignet.

Das Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist, startete vor einem Jahr und nun gehen drei weitere an den Start: „Clean“, „Gesundheit und Sport“ (jeweils zwei Jahre) und „Die Römer“ (drei Jahre).

Holtappels und Mitschülerin Halime Ramadani aus der Oberstufe erklären, was sie im ersten Projektjahr erlebten: „Zunächst haben wir uns auf drei Gruppen aufgeteilt: Papier, Strom und Müll. Dann haben wir Daten über den Papierverbrauch an unserer Schule gesammelt, eine Fahrt nach Rumänien zu einer Projektschule gemacht und dort verschiedene Umwelt-SchutzWorkshops absolviert.“ Zurück in Langerwehe erstellten sie Sticker zum Thema und verteilten diese in den einzelnen Klassen. „Beim Tag der offenen Tür haben wir unser Projekt erklärt und die Leute für das Thema sensibilisiert“, berichtet Holtappels. Natürlich war beim Besuch der einzelnen Klassen auch die richtige Mülltrennung noch einmal Thema. Anna Bamberger, selbst nun Teilnehmerin am „Römer“-Projekt, weiß, dass das bleibenden Eindruck hinterlassen hat: „Schüler und auch Lehrer achten jetzt mehr darauf, was in welchen Müll kommt.“

Drei neue Projekte

Die drei neuen Projekte laufen gerade erst an. „Clean“ ist ein weiteres Umweltschutzprojekt mit einem anderen Schwerpunkt. „Die Römer“ befasst sich mit den Partnerschulen mit der Erstellung eines Katalogs, der die Spuren der Römer in Deutschland, Italien, Spanien und Tschechien aufführt. „Der Katalog wird am Ende in fünf Sprachen, den Landessprachen und der Projektsprache Englisch, zu lesen sein“, sagt Philipp Sinkemat, einer der betreuenden Projektlehrer. Ihn begeistert das Engagement der Schüler: „Sie opfern häufig ihre Pause und arbeiten auch schon einmal nachmittags am Projekt, engagieren sich über den normalen Unterricht hinaus.“

Bei „Gesundheit und Sport“ erforschen die Schüler, wie viele Stunden sie an Computer- oder Smartphone-Bildschirm verbringen, analysieren Schrittzähler-Daten, absolvieren Lauftests und kaufen auf dem Markt gesundes Essen ein. „Zudem hat jeder Schüler einen Brieffreund aus den Partnerschulen, mit dem er schreibt“, sagt Lehrer Lothar Follmer. Klaus Dauven und Susanne Nehls-Bhayani begleiten die Umweltschutzprojekte. „Die Schüler müssen ihre Ergebnisse dokumentieren“, sagt Nehls-Bhayani. Dauven fügt an:

„Das ist wichtig, weil es eine Bedingung für die Fördergelder ist. Und das sind pro Projekt bis zu 60.000 Euro.“ Von den Geldern werden die Reisen zu den Partnerschulen finanziert. „Es ist schön, auch etwas über das Ausland zu lernen und sich mit den anderen Schülern auszutauschen“, meint Bamberger.