Düren: Mehr Sicherheit durch mehr Ordnungskräfte

Düren: Mehr Sicherheit durch mehr Ordnungskräfte

„Die Angsträume sind nicht immer die Tatorte. Es ist wichtig, die Situation sehr sorgfältig zu prüfen und keine übereilten Schnellschüsse zu machen. Eine Personalaufstockung allein reicht nicht.“ Klare Worte von Henner Schmidt, SPD-Fraktionsvorsitzender, zur Situation der Stadt Düren.

„Die Dürener City funkt SOS — was muss passieren, um die Innenstadt wieder sicher, sauber und attraktiv zu gestalten?“, heißt das Thema des nächsten „DN“-Talks, zu dem die „Dürener Nachrichten“ am Mittwoch, 4. Dezember, einladen.

Ist die Dürener Innenstadt wirklich sicher? Oder mehren sich hier die Straftaten? Erst in der Nacht zum Sonntag sind beispielsweise in der Innenstadt drei Raubüberfälle passiert, den Opfern wurden Handys und Bargeld gestohlen. Das Thema Sicherheit und Ordnung ist derzeit in Düren ständig auf der Tagesordnung, wird derzeit auch in der Politik diskutiert.

Die CDU hat es angestoßen und will das Ordnungsamt mit bis zu zehn Kräften verstärken. „Ich glaube schon“, sagt Parteichef Thomas Floßdorf, „dass es hilfreich ist, wenn es in der Innenstadt eine größere Präsenz von Sicherheitskräften gibt.“ Rein statistisch gäbe es in Düren zwar nicht mehr Kriminalität als in anderen Städten. Floßdorf: „Es geht um das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen. Und das würde viel besser, wenn mehr Ordnungskräfte unterwegs wären.“

Masterplan soll helfen

Sicherheit ist nicht das einzige Problem in Düren. Stadtcenter-Manager Daniel Böttke sagt, dass sich die Lage der Geschäftswelt verschlechtert hat. Als Gründe nennt er den wachsenden Internethandel, eine sinkende Sozialstruktur und zu hohe Mieten. Helfen kann der Masterplan Innenstadt, der von einem Aachener Fachbüro erarbeitet wird.

In ihm sollen Entwicklungen und Potenziale der Stadt beschrieben und zusammengefasst werden. „Von dem Masterplan“, sagt Henner Schmidt, „erwarten wir uns viel. Zum Beispiel eine Steigerung der Aufenthaltsqualität.“ Es sei wichtig, so Schmidt, mehr Menschen nach Düren zu locken. „Dann siedeln sich vielleicht auch neue Geschäfte an.“

„Es muss gelingen“, sagt auch Thomas Floßdorf, „die Kaufkraft in Düren wieder zu steigern. Und dazu brauchen wir mehr Leute, die in Düren leben und ihren Unterhalt selbst verdienen.“ Das könne gelingen, so Floßdorf, wenn die Stadt neue, attraktive Baugebiete ausweisen würde. „Es muss doch möglich sein,“ so Floßdorf, „Menschen aus dem Raum Köln nach Düren zu locken. Da haben wir in den vergangenen Jahren Fehler gemacht.“