Langerwehe: Mehr Plätze für Kinder, die unter drei Jahre alt sind

Langerwehe: Mehr Plätze für Kinder, die unter drei Jahre alt sind

Die kleine Jana weiß ganz genau Bescheid. „Hier in dem neuen Zimmer“, sagt das kleine Mädchen, das bald in die Schule kommt, „darf man nicht spielen. Das ist unser Schlaf- und Ruheraum.“

Jana ist eins von 65 Kindern, die zusammen in der Kindertagesstätte „Spatzennest“ im Langerweher Ortsteil Jüngersdorf spielen und lernen. Und dass die Einrichtung jetzt über einen „Schlaf- und Ruheraum“ verfügt, kommt natürlich nicht von ungefähr: Nach rund einem Jahr Umbauzeit können in dem gemeindlichen Kindergarten in Jüngersdorf jetzt auch Kinder zwischen zwei und drei Jahren sowie Jungen und Mädchen mit einer Behinderung betreut werden.

Am Samstag wurden die neuen Räume offiziell eingeweiht, für den kirchlichen Segen sorgten der katholische Pfarrer Heinz Portz und sein evangelischer Kollege Daniel Müller-Thor.

Auf 200 neuen Quadratmetern, die insgesamt rund 440.000 Euro gekostet haben, sind Gruppenräume, Wickelräume, Schlafräume und auch ein Therapieraum entstanden. „Wir haben hier in unserer Einrichtung“, freut sich Kindergartenleiterin Gertrud Wirth, „jetzt wirklich alle Möglichkeiten. Das ist toll.“ Dank der neuen Räume, so die Kindergartenleiterin, sei es jetzt möglich, auch kleinere Gruppen zu bilden, um mit den Kindern zu arbeiten. „Und zwar entsprechend ihrer individuellen Entwicklung“, so Frau Wirth.

Maximal können 22 Kinder, die jünger sind als drei Jahre in Jüngersdorf spielen und lernen, derzeit sind es allerdings nur acht. Gertrud Wirth: „Wenn wir U3-Kinder in einer Gruppe haben, reduziert sich dadurch automatisch auch die Zahl der Kinder, die älter sind als drei Jahre.“ Und weil die Zahl der Anmeldungen für das „Spatzennest“ gerade in diesem Jahr so hoch gewesen sei, so Gert-rud Wirth, habe man die Zahl der U3-Kinder reduzieren müssen.

Dass das „Spatzennest“ jetzt auch fünf Kinder mit einer Behinderung aufnehmen kann, hat sich erst während der Umbauarbeiten entschieden. „Es gab Anfragen von Eltern“, so Gertrud Wirth, „und es gab in Langerwehe nicht genug integrative Kindergartenplätze.“ Deswegen, so die Heilpädagogin, hätten sich Gemeinde und Kreis Düren entschieden, kurzfristig die fünf Plätze in Jüngersdorf, die übrigens alle schon vergeben sind, zu schaffen. Die 65 Kinder werden von insgesamt 16 Erzieherinnen und Therapeuten betreut. „In jeder Gruppe“, so Gertrud Wirth, „arbeiten drei Kräfte.“

Bürgermeister Heinrich Göbbels nannte den Tag der Einweihung der U3-Plätze in Jüngersdorf einen „guten Tag für die Gemeinde Langerwehe“. Und Jana? Der gefällt es auch. „Es ist alles“, so das Mädchen, „ganz schön geworden.“

(kin)