Reiten: Marisha Pesch siegt im S*- und M**-Springen

Reiten : Marisha Pesch siegt im S*- und M**-Springen

Für Freunde des Pferdesports stand am Wochenende ein Pflichttermin im Kalender: Bei fabelhaftem Wetter fanden von Freitag bis Sonntag zum sechsten Mal in Folge die Rheinischen Mannschafts-Championate an zwei Standorten in Düren und Kreuzau statt.

Zu diesem alljährlichen Turnier hatte der Reit- und Fahrverein Deutschritter Düren rund 800 Teilnehmer aus dem gesamten Rheinland eingeladen, die auf insgesamt 1100 Pferden verschiedene Wettkämpfe austrugen.

Neben Dressur- und Springprüfungen standen auch Mannschaftsprüfungen an, bei denen Reiterteams eines Kreisverbandes in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antraten. Ein Organisationsteam von rund zehn Leuten des Deutschritter-Vereins sorgte für einen reibungslosen Ablauf und einen flüssigen Turnierbetrieb. Einige Helfer aus befreundeten Vereinen, aber auch aus dem persönlichen Umfeld der Veranstalter unterstützten das Team.

Die ehemals als „Landesturnier“ bekannten Championate nehmen eine besondere Rolle im Reitsport in der Region ein. Während der Veranstaltung dürfen im Rheinland keine anderen Turniere stattfinden. „Wir bezeichnen es gerne als Familienfest des rheinischen Reitsports“, erzählte Dr. Roger Haunhorst, Turnierleiter und Vorsitzender des Dürener Deutschritter-Vereins. Im Vordergrund stünden neben klassischen Disziplinen vor allem der Mannschaftsgedanke und der Zusammenhalt. „Das Landesturnier, wie es früher hieß, war veraltet – wir haben es im Laufe der Jahre geschafft, das Ganze auf Vordermann zu bringen und es wieder zu einer lebendigen und gut besuchten Veranstaltung zu machen.“

Angesichts der euphorischen Atmosphäre und des großen Zulaufs am Wochenende konnte man dies nur bestätigen. Sowohl an der
Reitanlage an der Kuhbrücke in Düren als auch auf dem Gelände am „Haus Bonsbusch“ in Kreuzau verfolgten zahlreiche Gäste gebannt das Geschehen. Unterteilt in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wurden an der Kuhbrücke die Spring- und Dressurprüfungen absolviert.

Von Klasse A (Anfänger) bis S (Schwer) waren alle Leistungsstufen vertreten. Besonders ansehnlich waren auch die Gelände- und Vielseitigkeitsprüfungen am „Haus Bonsbusch“, wo es verschiedene Hindernisse zu überwinden galt. „Anders als beim klassischen Parcours gibt es bei den Geländeprüfungen feste Hindernisse wie Hecken, Gräben oder Wälle. Diese schwierige Disziplin stammt aus dem Militärbereich“, erklärte Dr. Haunhorst. Die Teilnehmer mussten vor allem Sprünge absolvieren – zum Beispiel über die „Windmühle“, „Tisch und Bänke“ oder den „Sprung ins Tal“. Beim „Ententeich“ oder dem „Bonsbuschteich“ ging es für Pferd und Reiter jeweils eine kurze Strecke durch ein Wasserbecken.

Ein Blick auf die Ergebnisliste der Championate zeigt, dass sich mehrere Reiter aus dem Kreis Düren gut platzieren konnten.

In der Springprüfung Kl. A** belegte Celina Terjung vom RFV Jan von Werth Jülich auf Junkbrunnen’s Perfectly You den vierten Platz. Die Springprüfungen der Klassen M** und S* konnte Marisha Pesch vom RFV Deutschritter Düren für sich entscheiden: mit den Pferden Varon 5 und Eagles Child holte sie hier jeweils Platz eins und zwei. Siegerin der Vielseitigkeitsprüfung Klasse A wurde Dr. Franziska Haunhorst, Mitglied des veranstaltenden Vereins. Ihr Pferd Most Wanted wurde am Haus Bonsbusch geboren. In der Mannschaftswertung der Disziplin Springen belegte der Kreisverband Düren den elften Platz, in der Disziplin Dressur wurde der 15. Platz belegt.

Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung gab es einen großen Aufmarsch bei der Siegerehrung der erfolgreichen Teams.

(nie)
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