Düren: Marienkirche: Initiative kämpft mit einem Riesenproblem

Düren: Marienkirche: Initiative kämpft mit einem Riesenproblem

Das Pfarr- und Jugendheim St. Marien wird nicht, wie zunächst geplant, an die Lebenshilfe Düren verkauft. Über den Kaufpreis waren sich Kirchengemeinde und Lebenshilfe vergangenes Jahr bereits einig geworden.

Doch dann stellte sich heraus, dass ein behindertengerechter Umbau des Gebäudes an der Tivolistraße viel zu teuer geworden wäre.

Die Lebenshilfe hatte den Bau einer Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen geplant.

Nun steht die Kirchengemeinde vor einem Problem: Das Geld aus dem Verkauf des Jugendheims, für das noch kein neuer Käufer gefunden wurde, war für den Umbau der Marienkirche vorgesehen. Es fehlt jetzt natürlich.

In der Kirche soll ein Ort entstehen, an dem sich das Gemeindeleben zukünftig „sinnvoll und unter Beibehaltung des Kirchenraums” konzentriert.

Geplant ist ein Raum für Jugendliche ebenso wie für Senioren, Platz für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und viele Feiern, eine Stätte des Austauschs und der ökumenischen Begegnung - und natürlich des Gebets.

Die besondere intime Atmosphäre als Gebetskirche soll dabei ebenso erhalten bleiben wie die gute Akustik. Zur Öffnung der Kirche nach außen soll auch die Integration des Pfarrbüros beitragen.

Flyer und Internet

Nun hat die Kirchengemeinde eine Spendenaktion gestartet, mit deren Hilfe die finanzielle Lücke geschlossen werden soll. Auf Flyern und im Internet (http://www.marienkirche-dueren.de) informiert die Initiativgruppe über den Umbau der Marienkirche, über Gründe, Pläne und die aktuelle Finanzsituation der Baumaßnahme, die so schnell wie möglich beginnen soll.

Beim Erhalt der traditionsreichen Kirche spürt die Initiativgruppe um Dr. Sebastian Drube nicht nur die architektonische und städtebauliche Verantwortung.

„Die Marienkirche ist für die Stadt Düren ein wichtiges Symbol des Wiederaufbaus”, so Drube. 1949 war sie als erste Kirche im Bistum nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebaut worden.

Momentan rechnet man in St. Marien mit rund 250.000 Euro, die noch aufgebracht werden müssen. Die Mittel aus dem Verkauf von anderen kirchlichen Gebäuden, eigenen Rücklagen und einer Zusage von Geldern des Bistums „werden wohl nur für die grundlegenden Arbeiten reichen”, ist auf der Internetseite zu lesen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 650.000 Euro.

Hans Otto von Danwitz, Pfarrer von St. Anna und St. Marien, Kirchenvorstand, der Pfarrgemeinderat und der Förderverein hoffen auf zahlreiche Spender, um diese Lücke zu schließen. Neben Geld- und Sachspenden würde sich die Gemeinde auch über Handwerkerleistungen freuen.

Spenden sind möglich an den Marienbauverein, Kontonummer 607135, Sparkasse Düren (BLZ 39550110) und den Förderverein von St. Marien, Konto 5345251, Sparkasse Düren (BLZ 39550110).