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20-Jähriger aus Düren: Mann stellt sich nach Unfall der Polizei – mit gefälschtem Impfausweis

20-Jähriger aus Düren : Mann stellt sich nach Unfall der Polizei – mit gefälschtem Impfausweis

Ein 20-Jähriger aus Düren stellt sich der Aachener Polizei und gibt zu, zuvor von einer Unfallstelle geflüchtet zu sein. Als die Beamten die 3G-Regel kontrollieren, fliegt er mit einem gefälschten Impfpass auf.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, kam am Dienstagabend ein Mann auf eine Aachener Polizeiwache, um sich als Beschuldigter zu melden. Zuvor hatte er nach eigenen Angaben einen Verkehrsunfall verursacht und war geflüchtet.

Auf Nachfrage unserer Zeitung konnte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben über den betreffenden Unfall machen. Eine Sprecherin der Polizei Aachen sagte lediglich, dass es sich bei dem Beschuldigten um einen 20-Jährigen aus Düren handele. Er arbeite für ein Logistikunternehmen. Der besagte Unfall habe am Dienstag während dessen Arbeitszeit stattgefunden.

Aktuell muss jeder, der auf der Polizeiwache an der Trierer Straße eine Anzeige aufgeben will, einen 3G-Nachweis vorlegen, also geimpft, genesen oder getestet sein. Als die Beamten den jungen Mann darum baten, legte der Dürener einen Impf- und seinen Personalausweis vor.

Dabei sei den Beamten aufgefallen, dass das Innenteil des Impfausweises (mit Unterschriften und Stempeln zweier Corona-Schutzimpfungen im Impfzentrum Düren) offensichtlich aus anderem Papier gefertigt war als der Rest des Ausweises. Außerdem war der Bereich rund um die Heftklammern eingerissen.

Auf Nachfrage der Polizisten habe der Mann eingeräumt, dass er den Innenteil aus dem Impfausweis seines verstorbenen Vaters herausgetrennt und in seinem eigenen befestigt habe.

Die Beamten stellten den Impfausweis sicher. Der 20-Jährige muss sich nun sowohl wegen der Unfallflucht als auch auch wegen der Fälschung von Impfausweisen verantworten.

(red/pol)