Zwei Festnahmen: Mann bei Schlägerei in Düren mit Messer verletzt

Zwei Festnahmen: Mann bei Schlägerei in Düren mit Messer verletzt

Nach einer größeren Auseinandersetzung von zwei Gruppen von insgesamt bis zu 20 Personen sind am Montag zwei Personen vorläufig festgenommen worden. Sie wurden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Ihnen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Sie sollen einen 35-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben, Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Der 29 Jahre alte Bruder des Opfers wurde ebenfalls leicht verletzt. Die Polizei ermittelt noch, was genau zwischen 16 und 17 Uhr passiert ist.

Bis Dienstagmittag lauteten die Infos wie folgt: An der Neuen Jülicher Straße sollen sich mehrere Männer eine Schlägerei erst in und dann vor einem Lokal geliefert haben. Das Geschehen verlagerte sich bis zur Fritz-Erler-Straße, ehe sich die Gruppen trennten. Noch während die Polizei vor Ort ermittelte, erschienen mehrere an dem Vorfall Beteiligte auf der Polizeiwache, um Strafanzeige zu erstatten.

Ein 20- und ein 27-Jähriger gaben an, dass unter anderem die anfangs genannten verletzten Brüder sie mit Eisenstangen und einem Messer vor dem Lokal in Norddüren attackiert hätten. Weil die Anzeigenerstatter im Verdacht standen, den 35-Jährigen schwer verletzt zu haben, wurden sie vorläufig festgenommen.

Auch diese beiden Männer sind Brüder, dennoch habe es sich nicht um einen Streit „zweier Familienclans“ gehandelt, betonte Polizeisprecherin Melanie Arenz am Dienstag.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr an der Ecke Tivolistraße/Platz der deutschen Einheit. Drei Männer zwischen 19 und 21 Jahren erstatteten Anzeige, weil sie von „mehreren Personen angegriffen und geschlagen“ worden seien. Die Täter flüchteten in Autos Richtung Birkesdorf. Die Polizei ermittelt, ob der Vorfall in Verbindung mit der Schlägerei in Norddüren steht.

Dass es Verbindungen zu den Vorfällen an der Scharnhorststraße und insbesondere dem Sportplatzüberfall in Welldorf-Güsten im November 2016 gibt, schloss Arenz am Dienstag aus. Dennoch waren viele der Beteiligten und Zeugen „der Polizei bekannt“.

(cro)