Von kölscher Mundart bis Klassik: Mandolinenkonzert des TC „Wandervogel“ Merken im Haus der Stadt

Von kölscher Mundart bis Klassik : Mandolinenkonzert des TC „Wandervogel“ Merken im Haus der Stadt

Kein Platz blieb frei beim Mandolinenkonzert des TC „Wandervogel“ Merken im Haus der Stadt. Über 500 Zuschauer waren am Sonntag gekommen, um den vorwiegend weihnachtlichen Liedern in der Adventszeit zuzuhören.

Aber nicht nur die hiesigen Klassiker wie „Alle Jahre wieder“ und „Oh du fröhliche“ wurden gespielt. Unter anderem mit dem Stück „Slay Right“ wurden Lieder von der anderen Seite des Atlantiks auf den Mandolinen, Mandolas und Gitarren des Orchesters gespielt. Für die musikalische Abwechslung erklangen auch Melodien wie „Air“ von Johann Sebastian Bach sowie diverse Stücke der kölschen Mundart, die auch zur Weihnachtszeit nicht fehlen dürfen.

Der Mandolinenclub TC „Wandervogel“ Merken existiert bereits seit 1920, derzeit unter der Dirigentschaft von Markus Ullner. 1. Vorsitzender ist Rudolf Schwalbach, der bei dem Konzert am Kontrabass für den Rhythmus an diesem Tag gesorgt hat. „Seit über 40 Jahren geben wir Konzerte zur Weihnachtszeit“, betont er. „Begonnen haben wir im Rahmen des Weihnachtsmarktes, damals noch in der Kölnstraße.“ Als der Weihnachtsmarkt dann auf den Kaiserplatz verlegt wurde, zogen die Konzerte des Mandolinenclubs ins Rathaus um.

Von hier aus musste abermals die Bühne gewechselt werden, aufgrund der Renovierungsarbeiten im Rathaus – und nun also das Haus der Stadt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem gefüllten Saal“, fügt Rudolf Schwalbach hinzu. Besonders stolz ist der Mandolinenclub auf seine Solisten, die die Melodien der Instrumente in manchen Liedern, unterstützend mit ihren Stimmen ergänzten.

Gerhard Banners ist bereits 83 Jahre alt und seit Jahrzehnten aktiv im Club. Als ehemaliger Opernsänger der „Oper am Rhein“ in Düsseldorf singt er also als Solist beim TC „Wandervogel“. Auch Hubert Wolff und Claudia Sauer sind als Solisten an diesem Abend zu nennen.

Das Konzert war nicht nur auf einfaches Zuhören seitens der Zuschauer ausgerichtet. Es wurde zum Mitsingen und Mitmachen animiert. Auch die wiederkehrenden Einlagen von kurzen Geschichten und Anekdoten, egal ob weihnachtliche oder nicht, funktionierten als komödiantische Unterbrechung zum konzentrierten Zuhören.

Dass das Mandolinenkonzert des TC „Wandervogel“ Merken ein voller Erfolg war, lässt sich auch daran erkennen, dass sich alleine der Anfang der Pause um mehr als eine halbe Stunde nach hinten verschoben hatte.

(tj)
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