Düren: Luxemburger Virtuose beendet Konzertforum der Cappella Villa Duria

Düren: Luxemburger Virtuose beendet Konzertforum der Cappella Villa Duria

Tiefes Blech und mehr: Das jüngste Konzert des Cappella-Villa-Duria-Konzertforums im Haus der Stadt zu Düren brachte einmal mehr die ganze Vielfalt moderner und etwas älterer Klassik zum Ausdruck.

Zugleich beendete das gut besuchte Kulturereignis eine Reihe von Kursen und Meisterklassen, die der Luxemburger Virtuose Philippe Schwartz in der Kreisstadt für Spieler von Tuba, Euphonium und anderen satt tönenden Instrumenten gegeben hatte. Unerfreulich wirkten an diesem Konzert Aspekte, die nichts mit dem künstlerischen Bereich zu tun haben: So war die Kasse zunächst nicht besetzt. Und die Programme, die laut Dirigent Renold Quade eigentlich zu haben sein sollten, blieben verschwunden.

Vom Musikalischen her indes gab es am Können aller Beteiligten nichts zu deuteln. So zeigten sich unter Quades Dirigat sowohl das Blasorchester der Musikschule Düren als auch das Ensemble der Junioren von ihrer besten Seite. Sowohl mit dem Medley aus dem Erfolgsmusical „Mary Poppins“ als auch als Begleiter der Sängerin Sabine Ludwig (sie sang „Ich gehör‘ nur mir“ aus „Elisabeth“) und zusammen mit Philippe Schwartz und seinem Euphonium bewiesen sie, dass sie ganz unterschiedliche Anforderungen meistern können. Nicht weniger positiv schnitt in der Gunst des Publikums das Landesblasorchester (LBO) ab.

Gleichfalls von Renold Quade geleitet, sorgten sie mit Julius Fuciks „Florentiner Marsch“ für einen furiosen Auftakt und dokumentierten mit der Vertonung von Annette von Droste-Hülshoffs Schauer-Ballade „Der Knabe im Moor“ (Moderator Jochen Robertz sprach den Text), dass sie für zeitgenössische Klänge ein besonderes Gespür an den Tag legen — was der im Saal anwesende Komponist Hans-Jürgen Philipp aus Hamm mit Gesten der Dankbarkeit quittierte.

Auch darüber hinaus war dieser Teil nicht gerade arm an Höhepunkten. Wiederum waren es Sabine Ludwig und Philippe Schwartz, die bleibende Akzente setzten. Letzterer tat dies überdies mit Schülern aus seiner Meisterklasse. Der Applaus bewies: Auch den Zuhörern wird die Erinnerung an dieses Konzert und alle, die es gestaltet haben, noch lange in Erinnerung bleiben.

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