Düren: Lustige Geschichten vom Hausmann

Düren: Lustige Geschichten vom Hausmann

Wenn Jürgen B. Hausmann nach Düren kommt, füllt er die Arena. Erschöpft vom Lachen, bedankten sich die Besucher am Sonntagabend mit lang anhaltendem Applaus. Mit Wortwitz hatte Hausmann in seiner unnachahmlichen Art Sachen mitten aus dem Leben erzählt und für beste kabarettistische Unterhaltung gesorgt.

Günter Meyer, von „Meyer-Konzerte“, nennt sich einen „Unterhaltungsdienstleister“: „Wir wollen für alle Altersgruppen und alle sozialen Schichten ansprechende Programme bieten.“

Jürgen B. Hausmann sei ein Garant für ein volles Haus: „Er ist zum sechsten Mal hier. Dieses Programm zeigt er zum dritten Mal, damit hat er hier schon 7\.000 Besucher erfreut“, war zu erfahren. Und noch etwas „von früher“: Günter Meyer war genauso wie Jürgen Beckers, der sich jetzt Hausmann nennt, Schüler am Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen, und er hat dessen komödiantisches Talent schon vor vielen Jahren kennengelernt. „Wir freuten uns diebisch, wenn Jürgen an Weiberfastnacht in seiner Büttenrede die Patres durch den Kakao zog.“

Astreines Öcher Platt?

Auch am Sonntag hatte Jürgen B. Hausmann von der ersten Minute an die Zuschauer auf seiner Seite. „Isch glaub et disch“, heißt das Programm, und da gibt’s eine Menge lustigen Sprachunterricht. Ob er nun wirklich astreines Öcher Platt spricht oder nicht, egal, es ist ein wunderbarer melodiöser Slang, in dem laufend die Fälle verwechselt werden. Der Genitiv wird einfach mit „dem seine“ ausgedrückt.

„Unsere Jejend is de einzije Jejend in der Welt, wo schon mal kein Wetter is“, behauptet Hausmann. Herrlich, wie er Josef Neckermann beim Aachener Reitturnier imitiert, oder seine Geschichten von der Kirmes oder von der in den Schnee gepinkelten Liebeserklärung erzählt. Jürgen B. Hausmann war in Topform, konnte über sich selber lachen und steckte seinen Musikus, Harald Claßen, an. Die beiden sangen alte Lieder mit neuem Text, das klang sehr harmonisch und sehr spaßig.

Über Lehrer wird gern gelacht, ganz besonders in der Autowerkstatt, wenn ein Lehrer „dä Auto“ zur Reparatur bringt und dessen Geräusche nachmacht. Leidtun können einem die Pädagogen, wenn sie auf der Klassenfahrt nach Rom den Schülern Kultur beibringen sollen: Der Benedikt heißt mit Nachnamen „Ksfi“ — da musste man scharf nachdenken, XVI war gemeint!

(ale)
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