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„Alice in Dixieland“ im Töpfereinmuseum: Von Swing über Dixielandjazz bis zu Bebop

„Alice in Dixieland“ im Töpfereinmuseum : Von Swing über Dixielandjazz bis zu Bebop

Den Charme einer Damenkapelle kannte schon Billy Wilder und setzte ihn in seiner Filmkomödie „Manche mögen’s heiß“ in Szene. Und genau wie in diesem Film aus den 1950er-Jahren schlüpfte vertretungsweise ein männlicher Kollege in die Rolle der Kontrabassistin Sylvia Maessen, die sich wegen Krankheit an diesem Abend entschuldigen lassen musste.

Mit blonder Perücke betrat „Erika“ die Bühne und rettete das Konzert am Samstagabend im Töpfereimuseum.

Normalerweise ist das Ensemble tatsächlich nur mit Musikerinnen besetzt. „Die einzige 100 Prozent weibliche Vintage-Jazzband in Holland“ nennen sich die Musik-Profis von „Alice in Dixieland“.

Ihre umwerfende Show zwischen Swing, Mainstream-Jazz, Dixieland und Bebop zeigten sie vor begeisterten Gästen im dicht besetzten Museums-Café als Teil der Konzertreihe „Musik im Museum“.

Da folgten auf mehrstimmigen Harmoniegesang á la Andrews Sisters dynamische Bläsereinsätze, kristallklare Klavier-, Trompeten-, Saxophon-, Kontrabass- und Vokal-Soli sowie absolut mitreißende Schlagzeugarrangements. Die Gruppe lieferte nicht nur erstklassige Jazzmusik ab, sondern überzeugte auch mit ihrer fröhlichen Bühnenshow in „Denglish“, einer sehr charmanten Mischung aus Deutsch und Englisch.

Jazzstandards wie „Ain’t She Sweet“ standen auf dem Programm. Daneben präsentierten die Musiker zum Beispiel ihre eigenen Versionen von Songs aus den 1930er-Jahren wie „Dream a Little Dream of Me“ (in einem großartigen Arrangement von Saxophonistin Anja Nielsen) oder „Please Don’t Talk About Me When I’m Gone“, das in einer Coverversion von Sammy Davis Jr. bekannt wurde.