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Bürgermeisterwahl: Keine Entscheidung in Langerwehe

Bürgermeisterwahl : Keine Entscheidung in Langerwehe

In Langerwehe gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Heinrich Göbbels (CDU) und Peter Münstermann (SPD). Die Christdemokraten der Töpfergemeinde sind nicht mehr stärkste Kraft im Rat.

In der Töpfergemeinde müssen die Wähler in 14 Tagen erneut an die Urne: Amtsinhaber Heinrich Göbbels (CDU) gewinnt bei der Bürgermeisterwahl mit 38,17 Prozent der Stimmen nur das zweitbeste Ergebnis – SPD-Herausforderer Peter  Münstermann holt genau 40 Stimmen mehr (38,7 Prozent). Für Chris Andrä von Bündnis 90/Die Grünen stimmen 14,05 Prozent der Wähler, für FDP-Mann Andreas Reitler immerhin 9,08 Prozent.

Noch bitterer als das schlechte Abschneiden ihres Bürgermeisterkandidaten – Göbbels hat im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren, die er deutlich mit 68,5 Prozent gegen nur einen Gegenkandidaten gewonnen hatte, mehr als 30 Prozent der Stimmen eingebüßt – ist für die Christdemokraten, dass sie nicht länger stärkste Kraft im Rat der Gemeinde Langerwehe sind: Die SPD holt bei der Ratswahl 38,58 Prozent (10 Sitze), vor CDU (35,99 Prozent/9 Sitze), Grüne (15,71/4) und FDP (9,72/3).

„Ich bin enttäuscht, dass meine Partei Ratsmandate verloren hat“, sagte Göbbels gestern Abend. „Was mein eigenes Ergebnis angeht, müssen wir jetzt schauen, wie die anderen Parteien sich positionieren. Wir werden in den kommenden Tagen intensive Gespräche führen.“

Für Peter Münstermann, der immer erklärt hatte, die Wahl im ersten Wahlgang gewinnen zu wollen, lässt das Ergebnis einen „deutlichen Wechselwillen der Wähler“ erkennen. „Dass wir stärkste Fraktion im Gemeinderat sind, zeigt, dass die Menschen in Langerwehe erkannt haben, dass unsere Politik die richtige ist. Darauf müssen wir jetzt aufbauen.“

Hat noch eine Chance: Herausforderer Peter Münstermann. Foto: MHA/Sandra Kinkel