Langerwehe will Träger des Töpfereimuseums bleiben

Für die Gemeinde identitätsstiftend : Langerwehe will Träger des Töpfereimuseums bleiben

Das Töpfereimuseum bleibt in Trägerschaft der Gemeinde. Davon geht Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU) jedenfalls derzeit aus.

„Der Kreis Düren“, erklärt der Verwaltungschef, „zahlt den jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30.000 Euro nur, wenn die Gemeinde Träger bleibt. Und auf dieses Geld können wir nicht verzichten.“

Gleichwohl hat die Verwaltungsspitze ein erstes Gespräch mit der Museumsberatung des Landschaftsverbandes Rheinland geführt, weitere – auch mit den Verantwortlichen von Museumsverein und Förderkreis – sollen in Kürze folgen. „Wir wissen, dass das ehrenamtliche Engagement der Menschen in diesen beiden Vereinen für uns enorm wichtig ist. Ohne die Ehrenamtler können wir den Museumsbetrieb nicht aufrechterhalten“, sagte Göbbels.

Die Gemeinde muss sparen, deswegen werden alle gemeindlichen Einrichtungen auf den Prüfstand gestellt. Die Kulturhalle ist bereits Geschichte, die ehemalige Gemeindebücherei wird jetzt als Schulbücherei der Europaschule betrieben. Zudem gab es auch bereits sehr konkrete Überlegungen, die Trägerschaft des Töpfereimuseums abzugeben. Das Museum verursacht jährliche Kosten in Höhe von knapp 150.000 Euro. Wie hoch die Einnahmen sind, kann Göbbels nicht genau beziffern. „Mit Hilfe eines neuen Kassensystems können wir aber jetzt die genauen Besucherzahlen ermitteln.“ Sparen, ergänzt der Verwaltungschef, werde man schon allein deshalb, weil das Museum keine Leitung mehr habe. „Trotzdem ist es wichtig, das hat uns auch die Museumsberatung dringend empfohlen, dass jetzt beide Seiten, also die Verwaltung und die Museumsvereine, offen alle Karten auf den Tisch legen. Danach müssen wir einen Vertrag erarbeiten, der alle Angelegenheiten rund um das Museum genauestens regelt, also Zuständigkeiten, Kosten, Nutzungsgebühren.“

Die Schließung des Museums ist für den Bürgermeister keine Option: „Das Museums ist für unsere Gemeinde identitätsstiftend und auch sehr wichtig für unsere Außenwirkung. Eine Schließung kommt schon allein deswegen nicht in Frage.“

(kin)
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