Im Gespräch blieben: Landrat Wolfgang Spelthahn spricht zum deutsch-russischen Forum

Im Gespräch blieben : Landrat Wolfgang Spelthahn spricht zum deutsch-russischen Forum

Im Weltsaal des Auswärtigen Amtes in Berlin waren an diesem Nachmittag mehr als 1000 Menschen versammelt.

Heiko Maas und Sergei Lawrow, der deutsche und der russische Außenminister, waren Gäste der Abschlussveranstaltung zum Deutsch-Russischen Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften, genauso wie der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn, der kurz nach Maas und Lawrow sprach, um im voll besetzten Weltsaal des Außenministeriums in Berlin zum Deutsch-Russischen Forum einzuladen, das nächstes Jahr Ende Juni im Kreis Düren stattfindet.

Auch dann sollen Hunderte Gäste aus Russland und Deutschland zusammentreffen. „Das Forum ist eine wunderbare Gelegenheit, die Völkerverständigung auf kommunaler Ebene voranzubringen“, sagte Spelthahn. Die Begegnungen, die Dialoge unter den ganz normalen Menschen prägten die Partnerschaften zwischen den Städten und Kreisen.

„Man stellt dann ganz schnell fest, das es manche Gemeinsamkeit, aber auch manches Problem gemeinsam gibt“, sagt Spelthahn. Es sei entscheidend, im Gespräch zu bleiben — trotz der Differenzen, die es schon mal auf dem großen politischen Parkett gibt.

Ähnlich sahen das nicht nur die beiden Außenminister, die nächstes Jahr auch in den Kreis Düren kommen wollen, sondern auch Matthias Platzeck, der frühere SPD-Chef und Ministerpräsident von Brandenburg, und heute Vorsitzender des Vorstands des Vereins Deutsch-Russisches Forum.

Im Kreis Düren wird es vom 24. bis 27. Juni 2019 ein Jugendforum mit Workshops und Tagungen zu unterschiedlichen gesellschaftspolitisch relevanten Themen geben. Die Jugendlichen beider Länder werden in den Jugendgästehäusern in Jülich und Nideggen übernachten. Offiziell eröffnet wird diese 15. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz am 25. Juni mit einem Festakt im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Tags darauf ist unter anderem eine Podiumsdiskussion geplant, die sich mit den deutsch-russischen Beziehungen beschäftigt, zudem Seminare zum Schwerpunktthema Energie. Abgerundet wird das Programm mit weiteren Workshops zu den Themen Wohnen im Alter und Tagespflege sowie Besuche des Tagebaus Hambach, des Forschungszentrums und des Indemanns.

Als Landrat Spelthahn in Berlin die Einladung zum nächsten Deutsch-Russischen Forum im Kreis Düren aussprach, zitierte er Matthias Platzeck, der im russischen Krasnodar gesagt hatte, der Kreis Düren sei eine spannende Region. Wolfgang Spelthahn ergänzte jetzt in Berlin i, dass „tief im Westen besonderer Wert auf den Austausch der Jugendlichen gelegt“ würde. So sei es die vergangenen acht Jahre gewesen, seit der Kreis Düren eine Partnerschaft mit dem russischen Kreis Mytishchi in der Region Moskau unterhalte.

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