Düren: Landesregierung ist nicht bereit, das Containerterminal zu fördern

Düren: Landesregierung ist nicht bereit, das Containerterminal zu fördern

Die Dürener CDU fordert „schnelle Klarheit in der Terminalfrage am Vorbahnhof“. Eine „monatelange Hängepartie sei weder den betroffenen Bürgern noch der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern zuzumuten“, sagten Parteichef Thomas Floßdorf und der Fraktionsvorsitzende Stefan Weschke am Mittwoch.

Grund für diese Einschätzung ist eine Aussage der NRW-Landesregierung, nach der keine finanziellen Zuschüsse für das Container-terminal zwischen Düren und Merzenich zu erwarten sind. Die Rurtalbahn, die das Projekt angestoßen hatte, könne für notwendige Projektplanungen nicht mit Zuwendungen rechnen, hat die Stadt Düren erfahren. Deshalb erscheint den Christdemokraten aus heutiger Sicht die Realisierung des Projektes „mehr als fraglich“. Das Land unterstütze statt dessen die Logistikregion Rheinland, ein gemeinsames Projekt verschiedener Kommunen im Kölner Raum.

Wie geht es nun weiter? Der Dürener Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob es sinnvoll ist, eine Entwicklungsgesellschaft zu gründen, die sich mit Planungen für einen Containerbahnhof beschäftigt. Dem eigentlichen Bau ginge eine mehr als zehnjährige Planungsphase voraus, in der etwa rechtliche Grundlagen geklärt und Gutachten erstellt werden müssten. Nach jetzigem Stand dürfte die Stadtverwaltung kaum zu dem Ergebnis kommen, dass eine solche Entwicklungsgesellschaft Sinn ergibt — das Projekt Containerterminal wäre gestorben.

Dass das Land nicht gewillt ist, für das Vorhaben Zuschüsse zu zahlen, haben auch die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Seel und Wirtz über eine Anfrage erfahren.

Nach wie vor fehlt nicht nur ein Investor für das Millionen-Projekt, sondern auch ein Betreiber. Als die Rurtalbahn das Projekt vor mehr als einem Jahr auf die Schiene setzte, standen die Häfen Antwerpen und Rotterdam in Rede. Mehr aber auch nicht. Ebenso ist immer wieder diskutiert worden, ob für einen Containerbahnhof ein drittes Bahngleis zwischen Aachen und Düren nicht zwingend erforderlich sei. Ob es in absehbarer Zeit tatsächlich gebaut wird, steht derzeit überhaupt nicht fest.

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