L264: Niederzier plant Bürgerradweg als Lückenschluss

Radweg soll geschlossen werden : Gemeinde Niederzier übernimmt Planung und Bau

Rund zwei Millionen Euro hat der Landesbetrieb Straßenbau in den Sommerferien in die Tagebaurandstraße investiert. Von der L 12 zwischen Niederzier und Hambach bis zur L 257 Richtung Alt-Morschenich wurde die Landstraße auf einer Länge von 6,5 Kilometern neu asphaltiert, die Brücke über die alte A 4 wurde abgerissen und mit einem Erdwall ersetzt.

Und auch der Radweg wurde aus Richtung Merzenich kommend über die alte A4-Trasse Richtung Ellen verlängert. Geschlossen aber wurde die Lücke nicht. Dafür reichte das Geld nicht aus. Immer noch fehlen 950 Meter.

Radfahrer müssen entweder auf die viel befahrene Fahrbahn ausweichen oder die L 264 zweimal überqueren und ihre Fahrt quer durch Ellen fortsetzen, um wieder an die Tagebaurandstraße zurück zu gelangen. Das soll sich jetzt ändern. Nach Absprache mit dem Landesbetrieb plant die Gemeinde Niederzier den Lückenschluss mit einem sogenannten „Bürgerradweg“. Das heißt: Die Gemeinde übernimmt die Planung, kümmert sich um den Grunderwerb und übernimmt auch die Bauausführung, während der Landesbetrieb die Kosten übernimmt.

„Ich habe die mündliche Zusage des Leiters der Niederlassung Euskirchen, dass wir so verfahren können“, betont Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser (SPD). Er rechnet mit einer hundertprozentigen Übernahme der noch nicht genau kalkulierten Kosten seitens des Landes. Im Raum steht ein Betrag von rund 400 000 Euro. Um das Projekt zu forcieren und das Gefahrenpotenzial für die Radfahrer zu beseitigen, hat die Gemeinde eigens einen externen Planer mit ins Boot geholt.

Denn Heuser Ziel ist es, dass der Lückenschluss noch vor Beginn der neuen Radsaison im Frühjahr 2019 fertiggestellt ist. Der Radweg soll 2,50 Meter breit werden, mit einem Sicherheitsabstand zur Fahrbahn von 1,75 Metern. Dazu müssen einige Bäume weichen und der Zaun des Sportplatzes Ellen muss verlegt werden.

(ja)