Ellen: L264: Brückenabriss und Asphaltsanierung unter Vollsperrung

Ellen: L264: Brückenabriss und Asphaltsanierung unter Vollsperrung

In den Sommer- und Herbstferien müssen sich Verkehrsteilnehmer auf der viel befahrenen Tagebaurandstraße auf erhebliche Behinderungen einstellen. Wie Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau erklärt, erhält die dringend sanierungsbedürftige Landesstraße 264 zwischen Ellen und Stetternich in zwei Bauabschnitten nicht nur eine neue Asphaltdecke, bei Ellen wird auch die marode Brücke über die alte Autobahn 4 abgerissen.

Dazu ist eine Vollsperrung der Tagebaurandstraße erforderlich, erklärt Meyer. Der Verkehr zwischen der A4-Anschlussstelle Merzenich und der A44 bei Jülich muss umgeleitet werden, über die L257 und die K2, was phasenweise zu deutlich mehr Verkehr in Arnoldsweiler, Oberzier, Niederzier und Hambach führen dürfte. „Aus diesem Grund haben wir uns bewusst dazu entschieden, die Arbeiten in den Ferien durchzuführen“, erklärt Meyer. Dann sei die Belastung für die Bürger geringer. Auch wolle man Rücksicht auf den Schulbusverkehr nehmen.

Bei einer Fahrbahnbreite von weniger als 8,90 Meter sei es aus Gründen des Arbeitsschutzes untersagt, die Fahrbahnhälften getrennt zu sanieren und eine Spur für den Verkehr offenzuhalten, begründet Meyer die Notwendigkeit der Vollsperrung. Die Tagebaurandstraße ist maximal 7,50 Meter breit. Und weil die Straße ohnehin gesperrt werden muss, könne man sich während des Abbruchs der Brücke auch die Kosten für ein teures Ersatzbauwerk sparen, erklärt Meyer. Die alte A4-Brücke macht Platz für einen Erdwall, auf dem künftig neben der Fahrbahn der L264 auch ein Radweg führen wird. Damit kann die bisherige Lücke im Radweg entlang der Tagebaurandstraße geschlossen werden, kündigt Meyer an.

Ob in diesem Jahr auch noch die Lücke im begrünten Lärmschutzwall bei Ellen geschlossen wird, ließ der Projektleiter indes noch offen. Wahrscheinlich werden diese Arbeiten erst zu einem späteren Zeitpunkt vom Landesbetrieb vergeben.

Aktuell kalkuliert Meyer für den Brückenabriss, die Aufschüttung des Erdwalls und die Asphaltarbeiten mit Kosten von rund zwei Millionen Euro.

(ja)