Kuvag Isola setzt Wachstumskurs am Standort Birkesdorf fort

Kuvag Isola : Umsatz soll in drei Jahren verdoppelt werden

Die zur österreichischen Kuvag-Gruppe gehörende Kuvag Isola Composites GmbH mit Sitz an der Rur in Birkesdorf hat das Verbundisolatorengeschäft der Pfisterer-Gruppe übernommen und die Produktion in den vergangenen Wochen bereits aus dem oberfränkischen Redwitz nach Düren verlagert.

Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Die Verbundisolatoren werden in verschiedenen Hochspannungsgeräten und -anlagen verbaut, die während des Betriebs meist ungünstigen Verschmutzungs- und Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind, heißt es. „Zum Beispiel an Kraftwerksstandorten und in Umspannanlagen“, erklärt Christoph Raszcyk, geschäftsführender Gesellschafter der Kuvag Isola Composites.

„Früher wurden die in diesen Bereichen eingesetzten Isolatoren aus Keramik gebacken, heute werden glasfaserverstärkte Rohre eingesetzt, die an der Außenseite mit Silicon beschichtet werden“, betont Raszcyk. „Diese werden wir ab sofort in Düren fertigen.“ Die Firma produziert in Düren bereits High-Tech-Isolationsprodukte für die Energie- und Medizinbranche sowie für militärische Anwendungen.

Mit dem jetzt bekanntgegebenen Zukauf setzt die Unternehmensgruppe ihren Wachstumskurs am Standort Birkesdorf fort. Raszcyk spricht von einem „wichtigen Meilenstein zur weiteren Entwicklung und Sicherung unseres Standorts“. Seit der mehrheitlichen Übernahme der Isolationsprodukte der Isola-Werke im Jahr 2004 und der anschließenden Integration in die Kuvag-Gruppe wurde das Werk beständig ausgebaut. Christoph Raszcyk verweist auf Investitionen in einer Größenordnung von mehr als fünf Millionen Euro in den vergangenen Jahren. Unter anderem wurde 2016 eine Isola-Gewerbeimmobilie übernommen. Aus ursprünglich 15 Mitarbeitern sind mittlerweile 102 geworden.

Großen Anteil daran hatte die 2015 eingeführte Formpressteilfertigung. Und das Ende der Fahnenstange soll damit noch nicht erreicht sein. Im Zuge der jetzigen Akquise will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren 25 weitere Arbeitsplätze schaffen und den Jahresumsatz von derzeit rund zehn Millionen Euro verdoppeln, kündigt Christoph Raszcyk an. Auch die Übernahme weiterer Geschäftsbereiche sei geplant, teilt das Unternehmen mit.

(ja)
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