Nideggen: Kurpark Nideggen: Ein Frühjahrsputz mit Harke und Spaten

Nideggen: Kurpark Nideggen: Ein Frühjahrsputz mit Harke und Spaten

Nach Erholung und Entspannung sieht es im Nideggener Kurpark derzeit nicht aus. Stattdessen zeigt sich der grüne Fleck inmitten des Örtchens verwittert und vergessen. Das Unkraut wuchert und dem einst wassersprudelnden Brunnen ist längst die Quelle versiegt.

„Der Park ist bestimmt schon seit zehn Jahren in diesem Zustand. Etliche Jahre wurde gar nichts mehr daran getan”, erklärt Kurpark-Fan Wolf Dieter Keß. Doch das soll sich jetzt ändern. „Die Kommune hat kein Geld für eine Aufräumaktion, deshalb gestalten wir den Kurpark nun in Eigenregie neu”, sagt Keß.

Mit „Wir” meint die Triebfeder und Mitinitiator der Aktion eine Interessengruppe, die aus engagierten Bürgern und Vertretern der Politik und des Kunst- und Museumsvereins besteht. Ihr erklärtes Ziel: „Wir retten den Kurpark in Nideggen.” Zum Startschuss des Frühjahrsputzes greift nun eine gut 20-köpfige Gruppe zu Besen und Harke, damit der Park schon bald wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.

„Ich bin wirklich begeistert, dass so viele - und insbesondere auch so junge Menschen - hier Einsatz zeigen”, erklärt Keß. Neben ihm, dem Ortsvorsteher Sigurd Nießen und anderen Mitgliedern des Stadtrates packen vor allem Schüler aus der Mittelstufe der Nideggener Haupt- und Realschule mit an. Sie zeigen großen Einsatz und verbannen abgebrochene Äste und wildes Laub in den Kompost.

Auch wenn die Interessengemeinschaft vieles in Eigenregie umsetzt - über ein wenig Unterstützung der Kommune dürfen sich die Kurpark-Freunde dennoch freuen. Denn auch der Bauhof wird in den nächsten Wochen mit anpacken, Bäume schneiden und die Arbeiten durch Fachwissen und Manpower voranbringen, verspricht Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, die selbst von dem Projekt begeistert ist.

Skulpturenpark

In der Vorstellung der Frühjahrsputz-Teilnehmer ist aus dem verwitterten Park schon längst ein einladendes Stück Nideggener Erde geworden - die Pläne sind groß: „Hier soll ein Skulpturenpark entstehen”, verrät Keß. Denn nachdem eine „Grundordnung” im Park herrscht, sollen in einer zweiten Phase Künstler gesucht werden, die den Park mit ihren Skulpturen „aufpeppen”.

Ziel ist es, stets sechs bis acht Kunstwerke im Park anzusiedeln. Und diese sollen - wenn möglich - in regelmäßigen Abständen wechseln. Die Künstler beziehungsweise Kunstwerke werden schließlich von den Experten des Kunst- und Museumsverein ausgewählt. Baulich, so betont Keß allerdings, soll so wenig wie möglich in den Park eingegriffen werden.

Zunächst aber haben die Teilnehmer noch jede Menge Arbeit vor sich. Bis Ende Mai wollen sie die „Grundreinigung” abgeschlossen haben. Im Herbst werden dann Blumen gepflanzt. Auch ein Becken des dreiteiligen Brunnens soll begrünt werden. Und ein Brunnenbecken soll das tun, was seine Bestimmung ist - Wasserfontänen sprudeln.

Die Bürgerinitiative sucht noch Sponsoren, die die Aktion finanziell unterstützen möchten und Personen, die mit anpacken. Interessierte können sich beim Ortsvorsteher Sigurd Nießen unter der Rufnummer 02427/8127, oder bei Wolf Dieter Keß unter 02427/901433 melden.