Düren: Kunstpreis des Kreises Düren für Verbindung von Malerei und Poesie

Düren : Kunstpreis des Kreises Düren für Verbindung von Malerei und Poesie

Es ist die Verbindung von textilem Handwerk und Malerei, die die Jury des Kunstpreises des Kreis Düren überzeugte. Einstimmig entschieden sich die Preisrichter unter dem Vorsitz von Landrat Wolfgang Spelthahn für Claudia Kallscheuer und ihre Arbeiten.

Damit ist die 50-Jährige die achte Trägerin und zweite Frau, die den 2003 ins Leben gerufenen Preis erhält. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro sowie einem Zuschuss in gleicher Höhe zum Druck eines Kataloges für eine Einzelausstellung im Leopold-Hoesch-Museum dotiert.

In diesem Jahr bearbeitete die Jury aus Vertretern der Kreistagsfraktionen und Kunstexperten Bewerbungen von 30 Künstlern, aus denen Kallscheuers Arbeiten klar herausstachen. „Sie verbindet das souverän ausgeführte Handwerk mit Malerei und Poesie“, sagt Jury-Mitglied Prof. Dr. Frank Günter Zehnder in seiner Laudatio. „Sie stellt sich der besonderen Herausforderung von Zufall und Fügung, von Komposition und Spontanität. Ihre Kunst ist privat, sensibel, intim und verträgt dennoch Öffentlichkeit.“

Dass Claudia Kallscheuer nicht in Düren sondern in Waiblingen geboren und in Nord- und Südamerika aufgewachsen ist, spielt für die Vergabe keine Rolle. Ihr hauptsächliches künstlerisches Wirken findet seit 1976 in Düren statt, wo sich nun auch ihr Atelier befindet.

Ein Merkmal, das bei ihren Werken immer wieder heraussticht, sind die herunterhängenden Fäden. Was für eine gute Schneiderin eigentlich als unsaubere Arbeit gelten würde, benutzt Kallscheuer für ihre Kunst. „Sie besitzt großes Talent und einen Blick für die besonderen Dinge des Lebens“, sagt Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kulturausschusses.

Die Künstlerin selbst war bei der Verleihung am Mittwochabend nahezu sprachlos. „Es ist eine Bestätigung und eine erfrischend neue Würdigung, die mich natürlich auch motiviert, weiter zu machen“, meint sie zu ihrer Auszeichnung.

Voraussichtlich im Frühling 2018 wird Kallscheuer im Leopold-Hoesch-Museum ausstellen.

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