18 Künstler bei „Kunst in der Fabrik“: Kunst, die Emotionen weckt

18 Künstler bei „Kunst in der Fabrik“ : Kunst, die Emotionen weckt

Eine bunte Mischung: Künstlern aus Düren und Umgebung wurde vergangenes Wochenende im Rahmen der Veranstaltung „Kunst in der Fabrik“ die Möglichkeit geboten, ihre Werke der Öffentlichkeit zu zeigen. In der Fabrik für Kultur und Stadtteil stellten sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene Gemälde, Skulpturen, Filzarbeiten und vieles mehr aus.

Seit 2009 lädt die Stadt Düren in Kooperation mit der Fabrik für Kultur und Stadtteil in einem zweijährigen Rhythmus zu der Ausstellung ein. Am Samstag und Sonntag waren 18 Kunstschaffende vor Ort, die mit den dutzenden interessierten Gästen in Kontakt traten und ihre farbenfrohen Arbeiten präsentierten. Von Öl- Acryl- und Aquarellmalerei über Gestaltung mit Filz und Metall bis hin zu Steinskulpturen war alles vertreten. Eine Stilrichtung oder ein Thema war nicht vorgegeben.

„Blutige Anfänger stellen ihre Werke hier Seite an Seite mit erfahrenen Künstlern aus“, berichtete Martina Kämmerling vom städtischen Kulturbetrieb. „Das sorgt für gegenseitigen Austausch und Inspiration.“ Neben Autodidakten traf man studierte Künstler mit eigenem Atelier sowie Absolventen von Kursen und Malschulen. Zu letzteren zählt auch Petra Schulz-Thelen aus Kerpen, die 2013 erstmals ihren Zugang zur Kunst fand und drei Jahre lang die Kölner Malschule besuchte.

Zum zweiten Mal war sie bei „Kunst in der Fabrik“ zu Gast und präsentierte auf einer groß dimensionierten Schauwand aktuelle Werke und solche aus ihrer Anfangszeit. „Mir gefällt es, neue Dinge und Techniken auszuprobieren. Zu Beginn habe ich vor allem realistisch gemalt, dann habe ich angefangen zu abstrahieren und mit anderen Materialien wie Metall und Speckstein zu arbeiten.“

Bei ihrer Kunst gehe es ihr vor allem darum, die Fantasie des Betrachters anzuregen und Emotionen zu wecken. Ihre leuchtenden Bilder auf mit der Flex bearbeiteten Metallleinwänden oder gespachteltem Untergrund waren besonders hervorstechend. „Man kann viel mitnehmen und trifft Gleichgesinnte und nette Leute. Deshalb bin ich gerne hier“, sagte Thelen begeistert.

Vor Ort waren auch vier Künstler der Malgruppe „Atmosphere“, die sich jeden Mittwoch in der Fabrik für Kultur und Stadtteil trifft und Interessierten offen steht. „Wir haben hier dank der verglasten Dachempore optimale Lichtverhältnisse, um kreativ zu sein“, erklärte Doris Schuband, Leiterin der Gruppe. So seien einige tolle Arbeiten entstanden, die am Wochenende zu sehen waren.

Die dreistündige Vernissage endete schließlich am Sonntagnachmittag, einige der Werke fanden einen glücklichen Käufer.

(nie)
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