Kreis Düren: Kundgebung zum 1. Mai: „Gute Arbeit, soziales Europa“

Kreis Düren: Kundgebung zum 1. Mai: „Gute Arbeit, soziales Europa“

Mit Trommelwirbel, Fahnen und Kind und Kegel: Eine große Zahl Gewerkschaftler zog am „Tag der Arbeit“ durch die Innenstadt. Mit dem Umzug und der Kundgebung auf dem Ahrweilerplatz machten auch in der Kreisstadt die Gewerkschaftler deutlich, dass sich die Situation der Arbeitnehmer zwar langsam gebessert hat, aber noch viel zu tun ist.

Das Ende von Leiharbeit und Kettenverträgen, humanere Arbeitsbedingungen und gleiche soziale Standards in Europa mahnte Karl Panitz vom DGB an. Aus gutem Grund gingen in diesem Jahr die Arbeitnehmer für ein soziales Europa auf die Straße. Im Vorfeld der Europawahl forderte Panitz die Teilnehmer der Kundgebung auf, mit dem Gang zur Wahlurne ein Zeichen für Europa zu setzen und somit ihren Beitrag zur Angleichung der Sozialstandards in Europa zu leisten.

Übernahme nach Ausbildung

Vom Stadtcenter aus zog der Demonstrationszug vorbei an der Kreisverwaltung zum Ahrweilerplatz. Rund 600 Teilnehmer wohnten im Schatten der Annakirche der Kundgebung bei. Die Forderungen, die der Deutsche Gewerkschaftsbund schon im Vorfeld der Mai-Kundgebungen ausgegeben hatte, wurden von Gewerkschaftssekretär Karl Panitz und dem DGB-Kreisvorsitzenden Heinz Peltzer wiederholt. „Leiharbeit gehört abgeschafft“, sagte Panitz. Peltzer ergänzte: „Keine Arbeitsstunde darf weniger als 8,50 Euro wert sein.“ Auch den Azubis gehörte die Sorge der Gewerkschaften. Ihre Übernahme nach der Ausbildung sollte selbstverständlich sein: „Das ist schon unter dem Zeichen des demografischen Wandels sinnvoll und notwendig.“

(fjs)
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