„Kulturrucksack“ der Kunstakademie Heimbach ein voller Erfolg

Kunstakademie Heimbach : Ein vorerst letztes Fest beim „Kulturrucksack“

Mit einem Trommelwirbel leitete Stephan Wester, Experte in Sachen mittelalterliche Musik und Tanz, den letzten Akt des „Kulturrucksacks“ des Kreises Düren in der „Internationalen Kunstakademie Heimbach“ ein.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Start konnten Kinder zwischen zehn und 14 Jahren in der Internationalen Kunstakademie in vier Workshops beim „Kulturrucksackfest“ ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben. Es war der letzte Termin in diesem Jahr.

Vier Workshops wurden angeboten. Stephan Wester und seine Kollegin Hilde Amrein präsentierten in historischen Kostümen Einblicke in die Welt mittelalterlicher Instrumente, ließen sie erklingen und animierten die Gäste, die Schritte mittelalterlicher Tänze zu wagen.

In einem Nebenraum formten nach Anleitung von Monika Otto Mädchen und Jungen Nützliches und Ansehnliches mit Keramik. Die Kinder schauten kaum auf, wenn Besucher zuschauten, so vertieft waren sie in ihre Arbeit. Lohn für diese Konzentration waren Anerkennung durch die Kursleiterin und vorbeischauende Männer und Frauen, die in Kommunikation mit ihnen treten wollten.

Antonio Nunez ließ den Mädchen und Jungen seines Kurses freie Fahrt mit Acryl und Malerröllchen. „Die Mädchen und Jungen können sich mit diesen Materialien frei entfalten“, erklärte der Dozent, „denn schnell trocknendes Acryl und Röllchen müssen großzügig gehandhabt werden.“ Die Arbeitsplätze der jungen Maler strotzten von bunten Farben, denen die kleinen Künstler noch eine Form geben mussten.

Eine Etage höher lag das Reich des Fotografen Hans Helle. Aufgebaut war ein komplettes Fotostudio, wo die Kinder nach Anleitung selbst fotografieren konnten oder auch – und in diesen Stunden liefen die Vorbereitungen dafür – Eigenporträts kreieren konnten. Schon die vielen aufgebauten Werkzeuge, die neben der Kamera für ein professionelles Bild gebraucht wurden, ließen Laienfotografen staunen.

Das „Kulturrucksackfest“ wurde betreut und organisiert von Katharina Fünfstück, Mitarbeiterin der Kunstakademie. Sie ließ noch einmal das „Kulturrucksackjahr“, das im Frühjahr gestartet war, in Daten und Bildern passieren. Insgesamt waren für die Veranstaltungen für die Kinder zwölf Kurse angeboten worden. Die Renner waren Malerei und Töpfern. Etwa 240 Kinder besuchten in diesem Jahr die Kurse. Der Zahlenrekord verbuchte in diesem Jahr wieder das Ferienlager Finkenheide mit 120 Teilnehmern.

„Alle Kurse“, sagte Katharina Fünfstück, „sind für die Kinder kostenfrei, dazu gehören auch die Materialien.“ So werde gewährleistet, dass jeder an diesen Kursen, die das Land NRW zahle, teilnehmen könnten. Die „Internationale Kunstakademie Heimbach“ kooperiert beim „Kulturrucksack“ mit dem „Burgenmuseum Nideggen“.

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