Langerwehe: Kulturhalle: Der Planer stellt drei Alternativen vor

Langerwehe : Kulturhalle: Der Planer stellt drei Alternativen vor

„Das ist nur ein erster Aufschlag“, beschied Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU) die rund 50 Zuhörer, die am Donnerstag zur Sitzung des Gemeinderates in die Kulturhalle gekommen waren. Sie interessierte nur ein Thema: Eine neue Halle für Langerwehe?

Zwar stand das Thema zunächst im nichtöffentlichen Teil der Tagesordnung, wurde dann aber zumindest teilweise in den für alle zugänglichen Teil der Sitzung geholt. Architekt Jürgen Bäumel aus Düren, in Diensten eines Aachener Planungsbüro stehend, legte erste Überlegungen, Denkanstöße und drei mögliche Varianten vor.

Ausgehend von der Ist-Situation der Halle („Renovierungstau, mit 600 Plätzen zu groß...“) sprach der Architekt zunächst eine Sanierung an. „Von innen komplett, von außen mit einer energetischen Hülle“, sei mit unkalkulierbaren Kosten zu rechnen und viel Einsparungsmöglichkeit bei Energiekosten gegenüber dem augenblicklichen Zustand sah der Planer auch nicht.

Zweite Variante wären Abriss und Neubau an gleicher Stelle; kleiner und mit abgespecktem Raumprogramm.

Die dritte Variante scheint dem Architekten sinnvoller: ein Anbau an die Europa-Schule. Deren Foyer und Teile der WC-Anlage und der Mensa könnten integriert werden. „Damit wäre eine ansprechende Architektur realisierbar und für das Deutsche Rote Kreuz und die Langerweher Tafel auch Platz“. Ein weiterer Vorteil: Während der Bauzeit könne die „alte“ Kulturhalle noch genutzt werden. Nutzbar würden rund 400 Plätze.

Die geschätzten Kosten (ohne Baunebenkosten) liegen bei allen drei Varianten knapp unter drei Millionen Euro. Für die komplette Sanierung des derzeitigen Gebäudes setzt Bäumel 2,6 Millionen Euro an, Abriss und Neubau an gleicher Stelle mit zwei Drittel der bisherigen Raumkapazität kalkuliert er mit 2,8 Millionen und ist optimistisch, die Andockung der neuen Halle an die Europa-Schule mit zwei Millionen Euro Baukosten bewerkstelligen zu können.

Zum Zeitplan bestehen folgende Überlegungen: Ratsbeschluss noch vor der Sommerpause, Bauantrag im Herbst und Baubeginn im Frühjahr 2018 bei einer Bauzeit von neun Monaten. „Das heißt für uns: Ratsbeschluss erforderlich und zuvor das Gespräch mit Bürgern und Vereinen“, fasste Bürgermeister Heinrich Göbbels zusammen. Dem „ersten Aufschlag“ wird nun in der Töpfergemeinde nun ein an Diskussionen reiches „Match“ folgen.

(fjs)
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