Brieftauben in Düren: Kürzere Flüge wegen der Hitze

Brieftauben in Düren : Kürzere Flüge wegen der Hitze

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt warum eine Brieftaube immer wieder in ihren Heimatschlag zurückfindet. Diese Wegfindung muss sie nicht trainieren, sie funktioniert instinktiv.

Während die Tiere früher tatsächlich hauptberuflich Nachrichten übermittelten, fliegen sie heute meist nur noch als Sport.

So veranstaltet auch die Brieftaubenreisevereinigung Düren und Umgebung e.V. jedes Wochenende von April bis September Wettflüge für Brieftauben. Die Gewinner - oder vielmehr ihre Besitzer - wurden am Sonntag beim gemeinsamen Frühschoppen im Bürgerhaus in Mariaweiler geehrt.

Der heiße Sommer brachte allerdings auch für die geflügelten Sportler einige Schwierigkeiten mit sich, wie Heike Faßbender erklärt: „Normalerweise müssen die Vögel auf den Strecken, die wir fliegen, nicht trinken“, sagt die Geschäftsführerin des Vereins. „Durch die Hitze sah das aber ganz anders aus. Das Problem ist, dass viele Tauben verlernt haben auf dem Flug nach Wasser zu suchen, da sie das ja sonst immer zu Hause bekommen.“

Als Konsequenz mussten die Flüge in diesem Jahr oft kürzer gehalten werden um die Tiere nicht zu gefährden. Nichts desto trotz schafft eine Brieftaube mehrere hundert Kilometer auf dem Weg zum heimischen Schlag. Angetreten wird in verschiedenen Kategorien, in denen die Tauben nach ihrem alter sortiert werden. So fliegen jeweils in diesem Jahr geborene Vögel, ein-jährige Tiere und erwachsene Brieftauben gegeneinander.

Bei der Reisevereinigungs-Meisterschaft der Erwachsenen Tiere gewann in diesem Jahr Franz-Josef Lüttgen, gefolgt von Vinzenz, Heinz und Sebastian Blömer auf dem zweiten und dem Team Meuser-Scmitz-Faßbender aufm dem dritten Platz. Bei der Meisterschaft der jährigen Tauben gewann Jan Kluber vor dem Team Meuser-Scmitz-Faßbender und Vinzenz, Heinz und Sebastian Blömer. Bei der Jung-Meisterschaft schafften es letztere auf den ersten Platz, während Josef und Wolfgang Zeyen den zweiten und Jan Kluber den dritten Platz belegten.

Kurzstreckenmeister wurde in diesem Jahr Franz-Josef Lüttgen und zum Weitstreckenmeister schaffte es das Team Meuser-Scmitz-Faßbender. Außerdem wurden der beste Vogel, sowie das beste Weibchen - beide in diesem Jahr von von Franz-Josef Lüttgen - gekürt.

(kim)
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