Nideggen: Künstler Jan Schönepauck stellt seine Werke im Dürener Tor aus

Nideggen : Künstler Jan Schönepauck stellt seine Werke im Dürener Tor aus

Betrachtet man die teils großformatigen Werke von Jan Schönepauck, so begegnen einem immer wieder die Farben Blau und Grün, manchmal auch Rot, Landschaften und Fabelwesen und immer wieder der „Gehörnte“.

Ob man dabei dann an eine nordische oder griechische Gottheit, eine reine Fantasiegestalt oder den Teufel denkt, hängt von der Lebensgeschichte des Betrachters ab. Der Künstler selbst ist immer wieder begeistert davon, wie die Menschen auf seine Bilder des „Gehörnten“ reagieren: „Manche Menschen schrecken zurück, wenn sie dieses Wesen sehen. Es ist erstaunlich, wie sich das Bild im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat.“

Diese Figur sei bei den Kelten und Griechen positiv besetzt gewesen und mit Fruchtbarkeit und Lebensfreude assoziiert worden. Dann habe sich das Christentum diese Darstellung als Teufel zu eigen gemacht. Er möchte mit seinen Bildern dazu einladen, die Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, so Schönepauck. Die Auseinandersetzung mit Mythen und Symbolen hat der studierte Kunsttherapeut auch zum Thema seiner Diplomarbeit gemacht.

Im altehrwürdigen Gemäuer des Dürener Tors in NIdeggen sind zur Zeit auch wunderbare Landschaften von Schönepauck zu finden, die zu Reisen in fabelhafte Welten einladen. Dies Bilder sind der Neoromantik zuzuordnen. „Ich bin total fasziniert von den alten deutschen Romantikern wie Caspar David Friedrich“, sagte der in Köln lebende Künstler.

Mal den Blickwinkel wechseln, dazu animieren auch Porträts wie das der „Bärtigen Braut“. Bei genauem Hinschauen geben alle Werke Hinweise auf andere Sichtweisen oder Perspektiven. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juni im Dürener Tor in Nideggen zu sehen. Die Öffnungszeiten sind mittwochs von 15 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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