Kreuzau: Kreuzaus Bürgermeister Walter Ramm hört auf

Kreuzau: Kreuzaus Bürgermeister Walter Ramm hört auf

Für die meisten Ratsmitglieder war das eine dicke Überraschung: Kreuzaus Bürgermeister Walter Ramm kündigte in der Sitzung am Dienstag an, er werde seine Amtszeit verkürzen und zum Zeitpunkt der Kommunalwahl 2014 zurücktreten. Dies geschehe aus „rein persönlichen Gründen“.

„Es sind gesundheitliche Grün- de“, präzisierte der 65-Jährige gestern im Gespräch mit der Redaktion. „Meine angeschlagene Gesundheit erlaubt es mir leider nicht, das Amt bis zum Ende der Wahlperiode 2015 auszuüben.“

Die Vielfalt unserer Heimatlandschaft haben Mathilde und Günther Dahmen in ihren Fotos festgehalten, die im Kreuzauer Rathaus zu sehen sind. Rechts im Bild Bürgermeister Walter Ramm. Foto: Hannes Schmitz

Ramm, seit 1999 Bürgermeister, zuvor vier Jahre Gemeindedirektor von Kreuzau, nimmt die vom Landesgesetzgeber eröffnete Möglichkeit wahr, seine Amtszeit vorzeitig zu beenden, damit Ratswahl und Bürgermeisterwahl wieder zeitgleich stattfinden können.

Der stellvertretende CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Rolf Seel ist einer der wenigen, die Walter Ramm vorher informiert hat. „Mit wäre es lieber gewesen, der Bürgermeister bringe die Amtszeit wie vorgesehen zu Ende. Doch die Gesundheit geht vor. Die CDU respektiert deshalb den Wunsch von Walter Ramm.“

Im Dezember oder spätestens im Januar werde die Kreuzauer CDU mit den Kandidaten für die Ratswahl einen neuen Bürgermeisterkandidaten nominieren. Seel: „Völlig überraschend kam der Schritt des Bürgermeisters nicht. Viele wissen seit längerem, dass es ihm gesundheitlich nicht so gut geht. Seine Entscheidung ist über längere Zeit gereift.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Heidbüchel war ebenfalls über die Rücktrittsankündigung informiert: „Vor wenigen Tagen habe ich ein offenes persönliches Gespräch mit Walter Ramm geführt — unter dem Siegel der Verschwiegenheit.“ Die SPD werde sich auf die neue Lage einstellen und bis zum Jahresende einen Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 25. Mai nominieren.

Geht Heidbüchel, der schon zweimal gegen Ramm bei der Bürgermeisterwahl verloren hat, noch einmal ins Rennen? Der Sozialdemokrat: „Das ist nicht mein Ziel. Ich bin jetzt 63 Jahre alt und würde es begrüßen, wenn wir einen jüngeren Kandidaten fänden.“

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