Kreuzauer ist neuer Händler bei „Bares für Rares“

Erste Folgen im ZDF ausgestrahlt : Kreuzauer ist neuer Händler bei „Bares für Rares“

Treue Fans der ZDF-Erfolgsshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter werden den Neuen auf der Händlerbank bereits entdeckt haben. Seit drei Folgen liefert sich der Kreuzauer Kunst- und Antiquitätenhändler Thorsden Schlößner im Pulheimer Walzwerk, in dem die Sendung aufgezeichnet wird, Bietergefechte mit seinen schon zu kleinen Stars der Szene gewordenen Kollegen Fabian Kahl, Ludwig Hofmaier &. Co.

Und er hat auch schon die ersten Raritäten gekauft, allen voran zwei alte Seemanns- oder Positionslampen, wie sie früher auf Schiffen verwendet wurden, eine elektrisch, eine mit Petroleum betrieben. „Ich habe sie sofort als sehr dekorativ empfunden und geboten“, berichtet der 57-Jährige. Bei 150 Euro bekam er den Zuschlag.

Bereits im vergangenen Sommer hatte sich der gebürtige Dürener, der gelernter Einzelhandelskaufmann sowie Tischlermeister ist und seit rund 25 Jahren ein Antiquitätengeschäft in Kreuzau betreibt, als Händler bei „Bares für Rares“ beworben. „Weil mir das Format sehr gut gefällt und ich mag, wie Horst Lichter die Sendung moderiert.“ Dank „Bares für Rares“ würden die Menschen in der heutigen Wegwerfgesellschaft wieder ein Auge für Qualität entwickeln, glaubt der Kreuzauer, und nicht mehr alles, was sie in Kellern und auf Dachböden fänden, achtlos entsorgen. Schlößner weiß, wovon er spricht. „Ich selber habe bei Wohnungsauflösungen schon die tollsten Sachen in Müllcontainern gefunden.“

Der 57-Jährige ist immer auf der Suche nach neuen „Schätzchen“ für seinen Laden. Auch das war für ihn natürlich ein Grund, sich als Händler bei „Bares für Rares“ zu bewerben. Sein Interessen- oder Verkaufsgebiet ist recht weit gefächert: „Von den Römern bis zu den Kelten und alten Ägyptern, Skulpturen, antike Uhren, Gemälde vom Mittelalter bis zur klassischen Moderne.“

Antiquitätenhändler Thorsden Schlössner aus Kreuzau begutachtet in der ZDF-Fernsehshow "Bares für Rares" ein Gemälde. Foto: ZVA/Jörg Abels

Dass er auch als Sachverständiger und Auktionator unterwegs ist, kommt ihm bei der schnellen Beurteilung der in der Sendung angebotenen Raritäten natürlich zugute, schließlich müssen die Händler binnen weniger Augenblicke den Marktwert und die Aussichten auf einen Wiederverkauf der Ware einschätzen. „Aber das ist ja nichts Ungewöhnliches“, erklärt Schlößner. „Wenn ein Kunde zu mir in den Laden kommt und mir ein Objekt anbietet, muss ich ja auch recht schnell wissen, was es mir wert ist und bestenfalls, ob ich einen Sammler oder Kunden kenne, dem es gefallen könnte.“ Ohne eine gehörige Portion Berufserfahrung gehe dies nicht.

Man muss aber auch wissen, wann man besser aussteigt, erklärt der Kreuzauer, schließlich ist jeder Händler bei „Bares für Rares“ für sich selbst verantwortlich und muss natürlich an den gekauften Kunstwerken, Alltagsgegenständen oder Schmuckstücken auch selber noch etwas verdienen können. „Ein historisches Arztbesteck zum Beispiel hätte ich gerne gehabt“, berichtet Schößner. Bis 1400 Euro bot er mit, dann überließ er es aber doch einem Kollegen.

Am Mittwoch, 15.05 bis 16 Uhr, ist der Kreuzauer das vorerst letzte Mal im ZDF zu sehen. Aber schon in der kommenden Woche stehen weitere Drehtermine an, Ausstrahlung im Laufe des Frühjahrs. Und Thorsden Schößner hofft, in Zukunft natürlich regelmäßig am Händlertisch Platz nehmen zu können.

Die beiden Seemannslampen im Übrigen stehen zwar noch in seinem Kreuzauer Laden, haben aber schon einen neuen Besitzer gefunden. Was sie gebracht haben? Geschäftsgeheimnis!

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