Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzau

Feuerwehr Kreuzau : Die Belastungsgrenze ist erreicht

Der Alarmruf des Leiters der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Kreuzau lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. „Wir sind an der Belastungsgrenze des Ehrenamtes angekommen“, stellte Guido Klüser in der Jahreshauptversammlung der Wehr fest.

Hatte er vom Jahr 2017 als dem einsatzreichsten in der Geschichte der Wehr gesprochen musste er für 2018 noch einmal ordentlich drauflegen. Denn die Einsatzzahlen stiegen um 64 Prozent auf 359 an. Das sind 140 Einsätze mehr als im Vorjahr. „In allen Einsatzbereichen hat die Einsatzzahl zugenommen“, so Klüser.

Der extreme Sommer erforderte von der Wehr zusätzlich 14 und Starkregen und Stürme weitere 33 Einsätze. Bei der relativ konstanten Zahl von 173 aktiven Frauen und Männern in der Wehr war im vergangenen Jahr rein rechnerisch pro Tag ein Einsatz erforderlich. Zur Sollstärke fehlen der Freiwilligen Feuerwehr noch rund 50 Kräfte. „Insbesondere die Tagesbereitschaft muss entlastet werden“, forderte der Wehrleiter und appellierte unter anderem an das weibliche Geschlecht, sich verstärkt in der Wehr zu engagieren; gleichwohl auch andere Lösungsansätze zu Personalgewinnung nicht aus den Augen zu verlieren seien.

Jugend- und Kinderfeuerwehr

Hoffnung setzt die Feuerwehr auf den Nachwuchs. In der Jugendfeuerwehr rücken derzeit 14 Mädchen und 43 Jungen nach und die Kinderfeuerwehr ist mit 16 Mitgliedern voll belegt. Jugendwart Michael Bramer verabschiedete sich in der Versammlung von seinem Amt. Seine Nachfolge treten Peter Helfmeier und Sabine Holzportz an. Beate Helfmeier koordinierte die Kinderfeuerwehr. „Unentbehrlich“ nannte Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) die Feuerwehr und verwies unter anderem auf die intensive Aus- und Fortbildung, die in Kooperation mit den Nachbarkommunen Heimbach und Hürtgenwald erfolgt.

Die enge Zusammenarbeit von Rat, Verwaltung und Wehr unter anderem in einem „Arbeitskreis Feuerwehr“ garantiert die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes, wie Klüser nachdrücklich betonte. Für 25jährige aktive Mitgliedschaft in der Wehr wurden Andreas Bohlem (Kreuzau), Michael Bramer (Drove), Andre Beyer (Thum) und Detlef Hinz (Boich) mit dem NRW-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

(sps)
Mehr von Aachener Nachrichten