Bauhöhen und Straßenanbindung: „Kreuzau Süd“: Vielfache Kritik an Bauplänen

Bauhöhen und Straßenanbindung : „Kreuzau Süd“: Vielfache Kritik an Bauplänen

Gegen die Pläne für das Baugebiet „Kreuzau Süd“ liegen zahlreiche Einwände vor. Dies bestätigte David Gottstein, Abteilungsleiter für Bauleitplanung, im Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Kreuzau am Mittwochabend. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Kommunalpolitiker bei dieser Sitzung eine ausführliche Vorlage erhalten. „Dies war aufgrund der zahlreichen Einwände jedoch zeitlich nicht zu schafffen“, gestand Gottstein.

In der nächsten Sitzung am 24. September soll das Baugebiet nun erneut debattiert und auf den Weg gebracht werden.

Am Mittwochabend erfuhren die Parteivertreter und einige Bürger im Sitzungssaal jedoch, welche Aspekte im Mittelpunkt der Kritik zahlreicher Anwohner stehen. Bekannt war, dass in ganzen Straßenzügen Unterschriften gesammelt worden waren. „Die Einwohner haben sich sehr intensiv mit der Planung beschäftigt“, sagte Gottstein. Bei der Offenlage der Pläne sei es üblich, das vereinzelt auch Bürger die Möglichkeit nutzen, in die Zeichnungen zu schauen. „Diesmal habe ich gefühlt mit jedem Anwohner gesprochen – das habe ich so noch nicht erlebt“, berichtete er. Bei aller Kritik habe er jedoch auch festgestellt, dass die Menschen nicht grundsätzlich gegen eine Wohnbebauung auf dem Areal seien.

Vor allem zwei Dinge bereiten den Nachbarn des Baugebiets Sorgenfalten. Der Kapellenweg soll als einzige Zufahrtsstraße dienen. Zwar kommt ein Verkehrsgutachten zu dem Schluss, dass die Kapazität der Anliegerstraße ausreicht, es herrscht jedoch Skepsis. Ein Vorschlag lautet, das Baugebiet auch über den Bahnübergang Lohberg anzubinden. Kritisch wird auch die Bauhöhe gesehen. „Anwohner haben moniert, dass sich die Bauweise nicht ins Baugebiet einfüge“, schilderte Gottstein. Rückseitig der Bebauung am Üdinger Weg sollen auch Mehrfamilienhäuser entstehen – sehr zum Unmut der Anwohner.

Behörden stellten ebenfalls Forderungen. So musste ein Lärmgutachten erbracht werden. Aufgrund des Gewässers, das dort fließt, muss auch die Untere Wasserbehörde eingebunden werden. Bleiben noch die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Da nicht alle Ökopunkte vor Ort erfüllt werden können, muss die Gemeinde auf andere Flächen schauen.

Gottstein sicherte zu, dass man den Fraktionen zeitnah alle Unterlagen zur Verfügung stelle, und sprach von einem „angepassten Planentwurf“, der am 24. September debattiert werde.

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