Kreuzau: Neues Pufferbecken bei Drove

Kanalsystem in Kreuzau : Der Wasserverband will 2019 ein Pufferbecken bei Drove bauen

Der Gemeinde Kreuzau liegt nun das Ergebnis der Untersuchung vor, die der Wasserverband nach dem Starkregen am 23. September vorgenommen hat. Daraus geht hervor, dass das „gesamte hydraulische System in Kreuzau“ entlastet werden soll.

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat nun der Gemeinde Kreuzau die abschließenden Ergebnisse der Untersuchung nach dem Starkregen vom 23. September vorgelegt. An jenem Sonntag waren im Zentralort in verschiedenen Straßenzügen 26 Keller vollgelaufen. Der WVER weist, wie schon vor rund zwei Wochen berichtet, darauf hin, dass bei den betroffenen Anwohnern die Überflutungen bei „Vorhandensein von ordnungsgemäßen Rückstausicherungen nicht aufgetreten wären“.

Jedoch spricht der WVER jetzt von einem alle fünf Jahre auftretenden Ereignis, im Zwischenbericht Ende November war noch von drei Jahren die Rede. Am 23. September lag die Niederschlagshöhe laut WVER-Berechnungen im Mittel bei 32,8 Millimetern in 120 Minuten. Da kein Wasser aus dem Kanal auf die Straße gelaufen sei, „ist die Überstausicherheit trotz des intensiveren Ereignisses gegeben“.

Dieser Zwischenbericht war Thema im Haupt- und Finanzausschuss am 27. November, und in der Sitzung wurde unter anderem von der Politik hinterfragt, ob nicht eventuell die Heberleitung an der Renkerstraße die Überflutung beeinflusst habe. Das verneint der Wasserverband in seinem Schreiben an die Gemeinde. Denn die Leitung liegt rund zwei Kilometer unterhalb des Kreuzauer Überflutungsbereiches, und „auf der Zwischenstrecke sind keine Schäden beobachtet oder gemeldet worden“.

Der Wasserverband kündigt außerdem an, im kommenden Jahr ein Pufferbecken mit einem Stauvolumen von 500 Kubikmetern bei Drove zu bauen. Das sei „für die Entlastung des gesamten hydraulischen Systems in Kreuzau“ erforderlich. Aktuell befinde sich das Projekt in der Ausführungsplanung.

Bis das für den Wasserverband wichtige Becken, wie aus dem Schreiben hervorgeht, im kommenden Jahr fertiggestellt wird, will der WVER prüfen, ob er „durch eine Optimierung der Mischwasserzuläufe aus den oberhalb liegenden Gebieten die Abflusssituation in Kreuzau verbessern“ könne.

(cro)
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