Kreuzau: Kreuzau freut sich auf farbenprächtige Szenen

Kreuzau: Kreuzau freut sich auf farbenprächtige Szenen

25 Jahre ist er mit Gattin Marion im Rosenmontagszug von Kreuzau dabei gewesen. In diesem Jahr geht eine andere Gruppe als „Familie Valter, Leversbach“. Denn Georg Valter ist als Georg I. ans Ende des etwa 1500 Meter langen Zuges gerückt. Diesmal thront er im Prinzenkostüm 4,20 Meter über der Narrenschar.

Sein Wagen ist fertig, etwa 4000 Papierrosen schmücken ihn. Das Motiv, ein dickes Herz, gibt Hinweise auf die Sympathien des Prinzen zum 1. FC Köln. Schon im Mai haben fleißige Hände mit dem Falten der Papierblumen begonnen.

Gut 2000 Arbeitsstunden steckten allein in dem Wagen, sagt der Präsident der KG Ahle Schlupp, Peter Kaptain. Er bedauert, dass es in Kreuzau noch immer keine Wagenhalle für alle zwölf Wagen gibt.

40 Fußgruppen mit rund 700 Teilnehmern werden wieder für farbenprächtige Szenen sorgen, fünf Gruppen weniger als im letzten Jahr. Wagen und Fußgruppen werden sich ab 12.30 Uhr an gewohnter Stelle einfinden. Der Abmarsch ist für 13.30 Uhr geplant, und je nach Wetterlage werden bis zu 30 000 Zuschauer die Straßen säumen. Klar, dass ab 12.30 Uhr der Ortskern von Kreuzau nicht mehr zu befahren sein wird.

Manfred Schall und Heinz Schäfer werden den Zug kommentieren. Damit haben sie schon letztes Jahr die Narren prächtig amüsiert. Außer den bunten Kostümen spielt die Musik eine wichtige Rolle: sieben Musikzüge mit 200 Musikern machen mit, drei Musikwagen sind dabei und werden alle zusammen drei Mal über die Hauptstraße ziehen.

An Wurfmaterial liegen 1200 Bälle, 15 Zentner Bonbons, 5000 Beutel Popkorn und noch viele Süßigkeiten bereit. „Wir haben sehr auf Qualität geachtet“, so Kaptain.

Zu den Kosten befragt, meinte Prinzengattin Marion: „Wir haben schon teurere Urlaube verbracht, als dieses Prinzenamt uns kostet.“ Und das, so Kaptain, sei auch das Geheimnis, weshalb Kreuzau noch nie ohne einen Prinz auskommen musste.

(mv)
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