Düren: Kreischende Kulisse: „Superstar” Sebastian Wurth im Stadtcenter

Düren: Kreischende Kulisse: „Superstar” Sebastian Wurth im Stadtcenter

Verwunderte Passanten liefen an der Szenerie vorbei und manch einer war sichtlich überwältigt von dem, was er da geboten bekam: Hunderte schreiende und kreischende Menschen, vornehmlich Mädchen, die auf der Suche nach dem perfekten Platz sogar die stillstehende Rolltreppe einnahmen, füllten am Montag gegen 18 Uhr das Stadtcenter wortwörtlich bis unter das Dach.

Der Anlass: ein Auftritt von Sebastian Wurth, der an der letzten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar” teilgenommen hatte.

Abgeschirmt von Sicherheitskräften und empfangen von einer hohen, schrillen und vor allem lauten Geräuschkulisse ging der gerade einmal 17 Jahre alte Sänger aus Wipperfürth mit 20-minütiger Verspätung in Richtung Bühne. Eine Bühne, die in Anbetracht der enormen Anzahl der Fans fast verschwand. „Wir stehen hier schon seit 16 Uhr!”, sagte Silvia Jansen (36), aus dem Dürener Grüngürtel, die zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter Vanessa gekommen war, um diese mit dem Musiker zu fotografieren.

„Hard to love you” hieß das erste Lied, mit dem Wurth gegen sein lautes Publikum ansang und sein gutes Abschneiden in der Castingsendung stimmtechnisch unterstrich. Die Masse von Köpfen wurde dabei von einem Meer aus Handys überschwemmt, die in optimale Position gebracht wurden, um die besten Bilder und Videos zu bekommen. „Ihr seid super”, rief der Sänger und ließ mit weiteren Liedern von Milow und Michael Buble die Mädchenherzen höher schlagen. „Ich mag den Typen”, „Er ist einfach nur super”, waren die häufigsten Antworten auf die Frage, warum die Fans auch lange Wartezeiten in Kauf genommen hatten. Aber auch die Hoffnung jemanden zu treffen, den man aus dem Fernsehen kennt und der vielleicht eines Tages berühmt wird.

Höhepunkt war aber die Autogrammstunde, bei der sich der junge Sänger Zeit für seine Fans nahm, während die Sicherheitsleute mit fotografierenden Jugendlichen zu kämpfen hatten, die immer wieder den Fluchtweg versperrten, um ein Bild aus nächster Nähe zu bekommen. Ein Bild von dem jungen Mann, der es schaffte, das Stadtcenter für einige Stunden auf den Kopf zu stellen.

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