Düren/Münster: Kreis-Düren-Tage:Mit dem Salonwagen in die Großstadt

Düren/Münster : Kreis-Düren-Tage:Mit dem Salonwagen in die Großstadt

Die Chance, Freunde oder Kollegen, Bekannte oder gar Verwandte unverhofft zu treffen, war für Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Düren am Wochenende im westfälischen Münster wesentlich größer als in der hiesigen Region. Zu den „Kreis-Düren-Tagen 2018“ brachten zwei Rurtalbahn-Sonderzüge zweimal je tausend Besucher aus der Region Düren-Jülich in die Westfalen-Metropole.

Angereist in Salonwagen, die eigens für diese Tour in der Schweiz angemietet wurden, sorgten die langen Reihen der Gäste aus dem „Rurgebiet“ für Aufsehen in der Stadt des Westfälischen Friedens.

Der Run auf die Plätze: Rund 2000 Teilnehmer zählten die 15. Kreis-Düren-Tage, die die Stadt Münster zum Ziel hatten. Dort traf man auch auf charmante Wegweiserinnen: Alina Scheidtweiler (rechts) und ihre Kolleginnen zeigten, wo es lang ging. Foto: Fred Schröder

Auf dem Weg vom Hauptbahnhof in das Zentrum Münsters konnten die Service-Damen und die Auszubildenden der Kreisverwaltung einmal mehr ihr Organisationstalent unter Beweis stellen. Die jungen Damen fungierten als charmante Wegweiser, wenn sie auf die Angebote hinwiesen: Stadtrundfahrt und Altstadtführung, Krimitour und auch die Tour auf eigene Faust durch die westfälische Großstadt, die als Hochburg des Fahrradfahrens gilt.

Die 300.000-Einwohner-Stadt, darunter 60.000 Studenten, hat optisch und informatorisch vieles zu bieten. Wie Düren und Jülich im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört, haben die Münsteraner im alten Stil ihre Stadt wieder aufgebaut. Die Gegend um den Domplatz, die Ludgerie-Kirche und der Aasee: interessante Ziele taten sich auf.

Und wer das Glück hatte, am Samstag nach Münster zu kommen, wurde Zeuge eines weiteren Ereignisses. Am Prinzipalmarkt, der als „Gute Stube“ der Stadt Münster gilt, wurde die Eröffnung des Kulturerbejahres gefeiert. Mit rotem Teppich und einer langen Tafel lud die örtliche Gastronomie zum „Friedensmahl“ ein und präsentierte dazu ihre lukullischen Spezialitäten und Delikatessen. Nachdenklich und ergriffen sahen sich etliche Besucher den Vorplatz der Kiepenkerl-Gasthäuser an, auf dem am Denkmal Kerzen und Blumen noch an die Amokfahrt vor zwei Wochen erinnern. Der Alltag aber hat dort wieder zurückgefunden. Wegen dieses Attentats hatten die Verantwortlichen für die 15. Kreis-Düren-Tage auf die sonst übliche Begrüßung vor dem Rathaus verzichtet.

Die aufgesogenen Eindrücke der vergangenen Stunden in Münster verkürzten den Teilnehmern die zweieinhalbstündige Rückfahrt nach Düren. Das Echo auf die 15. Kreis-Düren-Tage, an der neben der Rurtalbahn auch die Sparkasse als Sponsor beteiligt war, hörte sich allgemein sehr positiv an. Lob gab es vielfach für die Organisation durch das Team aus dem Kreishaus um Sabine Lauterbach, das für einen reibungslosen Ablauf der erlebnisreichen Reise in die Westfalen-Metropole verantwortlich zeichnete.

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