1. Lokales
  2. Düren

Gesundheitsamt überlastet: Kreis Düren appelliert bei Isolation an Eigenverantwortung

Gesundheitsamt überlastet : Kreis Düren appelliert bei Isolation an Eigenverantwortung

Die Zahl der positiven Coronafälle steigt im Kreis Düren auf über 3000. Bei einem positiven Befund müssen sich die Bürger nun eigenverantwortlich in Isolation begeben.

Der Großteil der mehr 3000 Infizierten trägt die Omikron-Variante des Coronavirus in sich. Aufgrund der hohen Fallzahlen im Kreis Düren kann das Gesundheitsamt die positiv getesteten Menschen nicht mehr direkt kontaktieren, keine Ordnungsverfügungen und keine Erkrankungsnachweise mehr ausstellen.

Was bedeutet das? Positive Testergebnisse werden nun von den Laboren an die Betroffenen übermittelt. Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, müssen sich automatisch in häusliche Isolation begeben und erhalten keine Anweisung mehr vom Gesundheitsamt. Das wird so auch in der Test- und Quarantäneverordnung des Landes NRW geregelt. „Wir appellieren an die Eigenverantwortung aller Bürger“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Als Nachweis für den Arbeitgeber sowie für Ansprüche auf Ersatz des Verdienstausfalls reicht die Bescheinigung über das positive Testergebnis aus. Ein positiver Schnelltest sollte nach wie vor durch einen PCR-Test bestätigt werden. Diese sind mit Terminvereinbarung in einigen Abstrichzentren sowie beim Hausarzt möglich.

Das Gesundheitsamt des Kreises Düren steht den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Corona-Hotline wurde personell verstärkt. Bei Fragen zu PCR-Tests, Quarantäneregelungen, Kontaktpersonenmanagement, etc. helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch weiter. Die Corona-Hotline ist unter der Telefonnummer 02421/221053920 (Mo. - Do. 8 bis 16 Uhr, Fr. 8 bis 13 Uhr)erreichbar. Es ist auch möglich, Fragen über das Kontaktformular schriftlich einzureichen.

Impfungen

Im Kreis Düren sind mittlerweile 57,8 Prozent der Gesamtbevölkerung dreimal geimpft (79 Prozent haben zwei Impfungen erhalten). Damit liegt der Kreis Düren sowohl bei den Zweit- als auch Drittimpfungen über dem Landesschnitt von derzeit 76,7 Prozent (Zweitimpfung) beziehungsweise 54,1 Prozent (Drittimpfung).

Da die Nachfrage aber auch zurückgeht, bieten die Johanniter ab Februar keine Impfungen mehr am Wochenende im Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ an.

Die Impfstellen ab dem 31.1. in der Übersicht

Jülich (Öffnungszeiten Mo. - Fr. von 14 bis 19 Uhr, Sa. 10 bis 19 Uhr, So. 10 bis 17 Uhr):

  • Maxis Gruppe, Freifläche Zuckerfabrik, Dürener Straße (Kreisverkehr gegenüber Königskamp)
  • Niederzier (Öffnungszeiten Mo. - Sa. von 16 bis 20 Uhr und So. von 9 bis 20 Uhr)
  • DWS Test-Impfzentrum, Rurbenden 2

Düren:

  • Annakirmesplatz: Öffnungszeiten, So. - Do. 14 bis 18 Uhr, Fr. und Sa. 14 bis 20 Uhr
  • Stadtmitte, Zehnthofstraße 4: Öffnungszeiten Mo. - Fr. von 10 bis 16 Uhr, Sa. 9 bis 15 Uhr
  • Nideggen (Öffnungszeiten mittwochs und samstags jeweils 14 bis 18 Uhr)
  • Mehrzweckhalle, Konrad-Adenauer-Straße

Bei diesen Impfangeboten sind für alle ab 12 Jahren sowohl Erst-, Zweit- als auch Auffrischimpfungen möglich. Die Auffrischimpfungen sind frühestens drei Monate nach der Zweitimpfung möglich. Wer mit Johnson & Johnson geimpft wurde, kann bereits nach vier Wochen die zweite Impfung erhalten, ebenso Personen mit einer Immunschwäche. Hinweis: Wer das erste Mal mit Johnson & Johnson geimpft wurde, benötigt insgesamt drei Impfungen, um als geboostert zu gelten. Zu einer Impfung sollte der Personalausweis und (wenn vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Ein Termin ist nicht erforderlich.

(red)