Düren: Krankenhaus Düren „wächst überdurchschnittlich”

Düren: Krankenhaus Düren „wächst überdurchschnittlich”

Das Krankenhaus Düren hat in den vergangenen beiden Jahren ein „überdurchschnittliches Wachstum” verzeichnet. So kletterte die Zahl der Patienten von 16.500 auf 20.000, wie Geschäftsführer Uwe Stelling am Montag sagte.

Um „diesem Aufschwung Rechnung zu tragen”, stellt sich das Haus neu auf: künftig wird es ein Krankenhausdirektorium geben, in dem neben der Geschäftsführung, Spitzen der Ärzte-, Pflege- und Verwaltungsebene sitzen.

„Wir werden damit die Kommunikation im Haus erheblich verbessern”, sagt Aufsichtsratschef Karl-Albert Eßer. Die „strategische und operative Verantwortung” liege weiter bei Uwe Stelling, so Eßer. Grundsätzlich würden in dem neuen Gremium Mehrheitsentscheidungen gefällt. Nur bei einem Patt hat Geschäftsführer Stelling das letzte Wort.

Wie groß das Wachstum ist, zeige auch die Zahl der Mitarbeiter. Während 2008 noch 865 Beschäftigte tätig waren, sind es nun knapp 1100. „Das Haus ist gut aufgestellt”, sagte auch die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Liesel Koschorreck.

Zuletzt hatte es hausintern einige Querelen gegeben. Unter anderem hatte die Kassenärztliche Vereinigung Kritik am Geschäftsführer geübt, es ging unter anderem um seinen Führungsstil. „Das Meiste konnte nicht konkretisiert werden”, sagte Uwe Stelling dazu. Andere Dinge seien besprochen worden. Künftig werde eine bessere Kommunikation im Krankenhaus gepflegt.

Die neue Direktion stehe damit in keinem direkten Zusammenhang, hieß es am Montag. „Das haben wir sowieso diskutiert, um für die Herausforderungen der Zeit gewappnet zu sein”, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Eßer.

So sehen es auch die Mitglieder des Direktoriums: Neben Geschäftsführer Stelling, der Vorsitzender der Geschäftsführung ist, gehört sein Stellvertreter Dr. Gereon Blum dazu. Als Ärztlicher Direktor ist Dr. Michael Flaßhove dabei, zudem Pflegedirektor Peter-Josef Dorn. Der designierte Verwaltungsdirektor und jetzige Leiter Controlling, Hartmut Nesselrath, komplettiert das Gremium.

„Aufbruch signalisieren” - das ist die Botschaft, die am Montag im Krankenhaus Düren transportiert werden soll. „Es gibt nicht viele Häuser, die eine solche Aufwärtsentwicklung hinter sich haben”, betont Karl-Albert Eßer.

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