Kreuzau: Kräftemessen im Kilt: Die Kreuzauer Highland Games

Kreuzau : Kräftemessen im Kilt: Die Kreuzauer Highland Games

Wer sich schon immer einmal im Strohsackhochwurf, Hufeisenwerfen, Strohballenstapeln, Autoziehen und Baumstammslalom mit anderen Sportlern messen wollte, der ist bei den Kreuzauer „Highland Games“ richtig.

Die vierte ungewöhnliche Sport- und Spaßveranstaltung dieser Art startet am Samstag, 11. August, 13 Uhr ,am Windener Weg in Kreuzau. Vorher ziehen die Wettkampfteams zur Dudelsackmusik der „Castle Pipers“ auf den Wettkampfplatz.

Der ist wegen des behelfsmäßigen Containerkindergartens zwar derzeit etwas eingeschränkt, aber die „Highlander“ sind fest entschlossen, das Beste daraus zu machen. Rund 120 Mitglieder hat der Verein mittlerweile, und er ist froh, dass seine Veranstaltung Anklang findet und bei Menschen aus der Nähe, aber auch aus der Ferne gut angenommen wird.

Schön anstrengend

Sportliche Herausforderungen gibt es mit den zwölf Disziplinen jedenfalls genug. „Das hier ist elendig quälend, und trotzdem macht es unglaublich viel Spaß“, hat Fikret Eren, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, einmal über den Sport in den besonderen Disziplinen gesagt.

Aus Spaß und Jeckerei haben der heutige Vereinsvorsitzende Björn Heck und einige Kameraden vor einigen Jahren einmal ohne große Vorbereitung an solchen Wettbewerben teilgenommen. Sie haben Platz 3 geholt und die Vereinsgründung in Kreuzau ließ nicht lange auf sich warten. So kommt die keltische Tradition an die Rur.

„Bei den Disziplinen sind unterschiedliche Fähigkeiten gefragt“, erklärt Heck. Mal ist Muskelkraft der entscheidende Faktor, mal führt die richtige Technik bei geringerem Kraftaufwand zum Erfolg. Oft ist es eine Mischung aus beidem. Und wer sich die Übungen nicht zutraut, bekommt beim Zuschauen reichlich Abwechslung und gute Unterhaltung geboten. Allein für den Wassergraben und andere Stationen im Parcours müssen die Vereinsmitglieder etwa 150 Strohballen herankarren und zurechtlegen.

„Für die Mitglieder bedeutet die Veranstaltung eine enorme Vorarbeit beim Aufbau des Parcours‘, aber die Veranstaltung hat sich mittlerweile im Jahreskalender etabliert und die Resonanz der Kreuzauer Bevölkerung entlohnt sicher für die große Mühe“, schreibt Ortsvorsteher Manfred Kempen im Begrüßungsheft.

Die Ortsvereine seien das Herz eines Dorfes und die „Highlander“ seien mittlerweile ein großer Teil davon. So haben sie vor zwei Jahren auch begonnen, die Tradition des Maibaumsetzens in Kreuzau mit einer schottischen Mainacht wiederzubeleben und bringen sich auch bei anderen Veranstaltungen, beispielsweise der Seniorenweihnachtsfeier im Dorf, ein.

Suche nach einem Vereinsheim

Was den „Highland Shadows“ zum Glück noch fehle sei ein „dauerhaftes Zuhause“, sagt Björn Heck. Bisher sei es nicht geglückt, ein Vereinsheim samt Lager- und Trainingsfläche zu finden. Seit zwei Jahren erlaube es der KSC, jeden Samstag um 15 Uhr am Stadion zu trainieren und die dortigen Sanitäranlagen zu nutzen. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Heck. Gleichwohl richtet er den Appell an Privatleute, Unternehmer und die Gemeinde, bei der Suche nach einem Grundstück mit Hütte oder einer Lagerhalle mit Wiese zu helfen.

Um 17.30 Uhr am Samstag wird es beim Tauziehen noch einmal spannend, bevor dann um 18.30 Uhr die Sieger der „Highland Games“ geehrt werden. Ab 19 Uhr gibt es dann ein Abendprogramm mit passender Live-Musik.

Das Anmeldeformular gibt es auf der Internetseite des Vereins . Kurzentschlossene können sich auch am Veranstaltungstag noch anmelden. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Mannschaften begrenzt.

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