Kooperation des Berufsförderungswerks Düren

Berufsförderungswerkes Düren : „Anfang einer hoffentlich langfristigen Zusammenarbeit“

Eine „Eintagsfliege“ sollte dieses Zusammentreffen nicht sein. „Für uns ist es der Anfang einer hoffentlich langfristigen Zusammenarbeit“, begrüßte Dr. Inge Jansen, die Geschäftsführerin des Berufsförderungswerkes Düren, eine kleine Delegation aus dem Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) aus der Selfkantkaserne in Geilenkirchen im Zentrum für die berufliche Bildung Blinder und Sehbehinderter im Dürener Süden.

Die Chefin der speziellen Bildungseinrichtung wies auf Bestrebungen hin, die zu einer Kooperation zwischen der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Berufsförderungswerke und der Bundeswehr führen sollen.

„Bei uns steht Inklusion ganz oben auf der Agenda“, betonte Oberst Axel Schneider vom ZVBw und erzählte, wie man in der Selfkantkaserne auf das Berufsförderungswerk Düren kam. Mit Alexandra Deckers arbeitet eine junge Frau im Vorzimmer des Kommandeurs, die ihre berufliche Qualifikation zu einem großen Teil im Bfw Düren erhielt. Sie war auch beim Besuch an ihrer alten Ausbildungsstätte dabei wie auch Heinz Pütz, Behindertenbeauftragter der Stadt Geilenkirchen. Pütz erhielt in den Jahren 1973/74 in der Vorgängereinrichtung des 1975 in Betrieb genommenen Berufsförderungswerks Düren, der damaligen Rheinischen Umschulungsstätte für Späterblindete, seine der Sehbehinderung angepasste spezielle Ausbildung. Sein Weg führte ihn vom Telefonisten beim Finanzamt Geilenkirchen bis zum Vertrauensmann der Schwerbehinderten in allen Dienststellen des Landes NRW.

Der Kontakt zwischen dem ZVBw und dem Bfw Düren kam zustande durch ein Gespräch, das Hauptfeldwebel Andreas Bingen als Vertreter der Schwerbehinderten in seiner Dienststelle mit Heinz Pütz führte. Spontan wurde in der Geilenkirchener Kaserne bei einem Lehrgang ein Geldbetrag gesammelt, mit dem der Förderverein des Bfw Düren unterstützt wird. Dieser Förderverein unter dem Vorsitz von Heinz Pütz hilft mit flankierenden Maßnahmen, dass Blinde und Sehbehinderte wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren können.

Bereitwillig führte Dr. Inge Jansen die Besucher aus Geilenkirchen durch die Ausbildungsräume und vermittelte ihnen einen Eindruck, zu welchen beruflichen Leistungen Blinde und Sehbehinderte nach entsprechender Ausbildung fähig sind.

(sps)
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