Düren: Konzert mit Partycharakter

Düren: Konzert mit Partycharakter

Wieviel sich die Stadtwerke das Vergnügen kosten lassen, das ist offenbar Geschäftsgeheimnis. Nur eines ist klar: „Wie geben dieses Jahr mehr als letztes Jahr.” Das teilte SWD-Geschäftsführer Dipl.-Ing Heinrich Klocke mit, das Unternehmen ist wieder Sponsor der Bands, die beim Stadtwerkeabend der Dürener Jazztage vor dem Rathaus auftreten.

Die Jazztage feiern in diesem Jahr ein Jubiläum: Sie finden zum 20. Mal statt, und das ist zumindest den Stadtwerken als Sponsor eine Zugabe wert. Das Konzert auf dem Rathaus-Vorplatz am 14. August soll eindeutig Partycharakter haben, es „soll tanzbarer sein”, so hat man es sich gewünscht. Die Verantwortlichen im Jazzclub entschieden sich entsprechend für Groove und Funk.

Als Hauptact kommt die Gruppe „Brooklyn Funk Essentials” aus den USA auf die Bühne. „Sie werden den Platz in eine riesige Partymeile verwandeln”, weiß Rolf Delhougne. „Brooklyn Funk Essentials” ist in der Tat ein globales Tanzereignis, das ohne Umwege in die Beine geht. Eine Band, wie nur ein Schmelztiegel wie New York sie hervorbringen kann. Jazz, Hip Hop, Reggae, Balkan-Beat, Ska und Disco mischen die zehn Musiker hemmungslos.

Aus der Anfang der 90er Jahre gegründeten Jamsession-Spaß-Zusammenrottung aus Musikern, Rappern, Dub-Poeten und DJs wurde einer der damals heißesten Acts im „Big Apple”. Aus der ursprünglich losen Gruppierung kristallisierte sich nach und nach eine feste Besetzung heraus. Das zehnköpfiges Musikerkollektiv besteht aus Menschen mit vielen verschiedenen kulturellen Hintergründen. Beim Fuji Jazz Festival in der Türkei traten die „Brooklyn Funk Essentials” als Hauptgruppe auf und sicherten sich damit in der Türkei eine starke Fangemeinde. Dort trat die Band danach nur noch in großen Stadien auf.

Das von türkischer Volksmusik beeinflusste Album „In The Buzzbag” erschien 1998 und wurde für den Grammy nominiert. Die authentischen orientalischen Klänge stammen übrigens vom türkischen Klarinettisten Hüsnü Senlendirici. „Die Band hat bei den 8000 in Düren lebenden türkischstämmigen Bürgern einen Namen”, freute sich Delougne bei der Präsentation. So könne man auch einmal den Menschen mit Migrationshintergrund eine Extra-Freude machen.

Vorband sind in diesem Jahr die „Boogie Wonder Stars”, die den Sound von „Earth, Wind & Fire” nach Düren bringen. Ohne Sequenzer-Programmierung groovt es wie beim Original. Vom Bass über Gitarre, Keyboards bis zu Schlagzeug und Percussion wird alles live von Hand gespielt. Zwei Trompeten, Saxophon und Posaune sorgen für einen satten Brass Sound und echtes Party Feeling. Gesang von Frontfrau Juliane Pasternak und Frontmann Marco Matis runden das Ganze ab.