Konzert auf Jiddisch von Olaf Ruhl in der Emmaus-Kapelle

Konzert : „Singt ojf Jiddisch“

Mit jiddischen Liedern, Anekdoten und Rätseln gab Olaf Ruhl am Sonntag den Zuhörern einen tieferen Einblick in die jiddische Kultur. Zwischen den einzelnen Denkanstößen befand sich auch der ein oder andere Witz, welche dem Publikum eine Impression in den oft tiefgründigen Humor der jiddischen Kultur verschaffte.

Mit dem Programm „Singt ojf Jiddisch“ tritt Olalf Ruhl bereits seit 2007 an unterschiedlichen Orten auf. Mit der musikalischen Begleitung, für welche er selbst sorgt, und mit seinem Vortrag versuchte er dem Publikum die jiddische Musik, Kultur und Sprache näher zu bringen. So erklärte er die Hintergründe und die Entstehung des Jiddischen, welches verschiedenen Personen auf dem ganzen Globus verteilt zur Verständigung dient. Inspiriert von den jüdischen Kulturtagen Rhein-Ruhr veranstaltete nun auch die Evangelische Kirche zu Düren in der Emmaus-Kapelle einen solchen Abend.

Das Jiddisch an sich ist vor allem im osteuropäischen Judentum verwurzelt. Entstanden ist dieses durch das Übersetzen der hebräischen Sprache in die Deutsche. Jedoch wurden dabei die hebräischen Buchstaben verwendet. Später wurde das Jiddische auch durch slawische Einflüsse geprägt. So kommt es, dass viele Begriffe für einen Hochdeutschsprechenden vertraut klingen und verständlich sind, einige jedoch nicht zugeordnet werden können.

Olaf Ruhl ist Mitte der 60er Jahre geboren und stammt aus dem Rheinland. Er hatte eine jüdische Urgroßmutter und bereits in seinem Elternhaus wurden ihm christliche Werte mit auf dem Weg gegeben. Einige Jahre später studierte er dann Theologie. Sein Studium war es auch, welches ihn über die jiddische Sprache „stolpern“ ließ. Seitdem ist Olaf Ruhl von dieser fasziniert und versucht, jene Faszination mit seinen Mitmenschen zu teilen. Insgesamt bekam der Zuhörer einige gute Eindrücke in die Denkweise der Menschen, welche diese Sprache gebrauchen und geprägt haben.

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