Ersatzbrücke für Gürzenich: Komplettsperrung der Bundesstraße 264 in den Osterferien

Ersatzbrücke für Gürzenich : Komplettsperrung der Bundesstraße 264 in den Osterferien

Bereits nach den Osterferien und damit früher als geplant soll die Ersatzbrücke über die Bahnstrecke Aachen-Köln an der B264 bei Gürzenich in Betrieb genommen werden. Das bestätigte der zuständige Projektleiter Thomas Müller vom Landesbetrieb Straßen.NRW.

Nach einem Abstimmungsgespräch mit den zuständigen Behörden ist in dieser Woche der genaue Fahrplan festgelegt worden. Nachdem bereits der erste Teil der Behelfsbrücke in einer Sperrpause über die Bahngleise geschoben wurde, soll der noch fehlende zweite Teil in der Nacht zum 24. Februar montiert werden. Dazu wird wie B 264 vom 22. bis 28. Februar nur einspurig befahrbar sein.

Vom 15. April bis zum 4. Mai – also weitestgehend in den Osterferien – ist dann eine Komplettsperrung der Bundesstraße erforderlich, damit die Baustellenumfahrung über die neue Behelfsbrücke hergestellt werden kann. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Arbeiten in die Osterferien zu legen, weil wir davon ausgehen, dass dass das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße dann geringer ist“, erklärt Thomas Müller. Am 5. Mai soll dann die Freigabe der Umfahrung erfolgen. Ursprünglich war ein Termin in den Sommerferien vorgesehen.

Für Unverständnis könnte noch ein ganz anderer Punkt sorgen, den der Landesbetrieb nicht beeinflussen kann: Die dringend erneuerungsbedürftige bisherige Brücke wird vermutlich erst ein Jahr später abgerissen. Den genauen Termin kennt selbst Projektleiter Müller noch nicht. „Wir mussten das Bauwerk noch in diesem Jahr von den Verkehrslasten freibekommen“, sagt Müller. Deswegen wurde der Bau des Behelfsbrücke frühzeitig in Angriff genommen.

Dass die alte Brücke marode ist und den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird, ist seit Jahren klar. Die entsprechenden Gelder für den Brückenneubau stehen bereits seit 2014 zur Verfügung. In einer ersten Maßnahme wurde im Oktober 2014 die Seitenstreifen der Brücke gesperrt, um so zu einer Entlastung der unter Spannung stehenden Brücke beizutragen. 

Weitere Sperrpausen 

Zu Verzögerungen bei dem Projekt führten Grundstückseigentümer, die anfänglich nicht bereit waren, Areal für eine Behelfsbrücke zur Verfügung zu stellen, auf die die Stadt Düren gepocht hatte. Eine Umleitung von knapp 13.000 Fahrzeugen, die die Strecke täglich befahren, hätte schnell zu Verkehrschaos führen können. So wie für das Montieren der Ersatzbrücke Sperrpausen auf der Strecke Köln–Aachen bei der Bahn beantragt werden müssen, gilt das natürlich auch für die Abrissarbeiten der maroden Brücke. „Wir haben den entsprechenden Bedarf im letzten Jahr angemeldet. Auf die Zuweisung der Sperrzeiten muss man aber zwei Jahre warten“, sagt Thomas Müller. Deshalb kann die Brücke auch erst 2020 abgerissen werden.

Mit der Fertigstellung der neuen Brücke rechnet Müller nach jetzigem Stand bis Ende 2022. Danach müsse dann die Umfahrung inklusive Ersatzbrücke zurückgebaut werden, so dass sich die Baumaßnahme insgesamt bis Anfang 2023 hinziehen wird. Rund elf bis zwölf Millionen Euro sind für die Arbeiten insgesamt veranschlagt. Allein die Umfahrung inklusive Behelfsbrücke kostet 3,2 Millionen Euro.