Programm „Lions Quest“: Kompetenzen für das spätere Leben

Programm „Lions Quest“ : Kompetenzen für das spätere Leben

Das Programm „Lions Quest“ soll bei Schülern Selbstvertrauen und soziale Kompetenz fördern. Lehrer aus vier Dürener Schulen nehmen nun an einer Fortbildung organisiert von den zwei Lions Clubs der Stadt teil.

Gruppenbildung, das ist am Schulanfang immer ein Thema. Es gibt neue Klassen, neue Lerngruppen und neue Freundschaften. Einige Schüler kennen sich vielleicht schon, andere sind ganz neu. Diese erste Phase der Gruppenbildung, erklärt Franz-Dirk Willenbrink, seiwichtig, um das spätere gemeinsame Lernen zu erleichtern. Diese und andere Aspekte zum Thema soziale Kompetenz im Klassenraum stellte der Seminarleiter insgesamt zwanzig Dürener Lehrern in den Räumen des Stiftischen Gymnasium vor.

Sie nehmen an dem dreitägigen Seminar „Lions Quest — Erwachsen werden“ teil. Entwickelt wurde das Programm von der deutschen Lions-Bewegung und richtet sich an Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren. Unter anderem Selbstbewusstsein, die Fähigkeit zur Reflexion, Kommunikation und Konfliktlösung sollen vermittelt werden. Das sind so genannte „Life-Skills“, also Kompetenzen für das spätere Leben. Den Lehrern wird zu diesem Zweck ein methodisches Konzept vermittelt, um die soziale Kompetenz in ihren Klassen zu verbessern.

In einer Gemeinschaftsaktion haben der Lions Clubs Düren Rurstadt und der Lions Club Düren die Seminarreihe organisiert und teilfinanziert. Vier Schulen nehmen an dem Projekt teil: das Stiftische Gymnasium, die Realschule Bretzelnweg, das Wirteltor-Gymnasium und die Europaschule Langerwehe. Christa Zündorf vom Lions Club Düren Rurstadt hat bei der „Lions Quest“ in ihrer Zeit als Lehrerin selbst mitgemacht. „Das Seminar hat mir sehr geholfen“, sagt sie. „Zwar nicht fachlich, aber praktisch für den Unterricht.“

Das Stichwort Praxis wird sowohl im Seminar, als auch im Klassenraum großgeschrieben. Mit sogenannten „Energizern“ sollen die Schüler selbst aktiv werden und gemeinsame Lernerfahrungen machen. Zum Thema Gruppenbildung bietet sich die neue Gruppe der Seminarteilnehmer perfekt als Beispiel an, erklärt Seminarleiter Willenbrink. Die Lehrer üben also, was ihre Schüler später auch lernen sollen.

Klaus Busse (2. v.l.) und Dr. Sebastian Drube (rechts) vom Lions Club Düren, Christa Zündorf  vom Lions Club Düren Rurstadt, Seminarleiter Franz-Dirk Willenbrink (links) und Ulrich Meyer (2. v.r.), stellvertretender Schuleiter, eröffnen gemeinsam das Seminar. Foto: ZVA/Kim Statzner

Mit den die praktischen Übungen sollen die Schüler bestärkt werden und ihr Selbstbewusstsein gefördert werden. „Die Angst vor dem Versagen spielt immer noch eine große Rolle“, sagt Franz-Dirk Willenbrink. Das Ziel sei es, von Beschämung zu Anerkennung zu kommen. Dabei sei es auch wichtig, die Stärken jedes einzelnen Schülers zu erkennen und zu fördern. Als Lehrer, sagt Willenbrink, bemerke man gerade die Schwächen besonders schnell. Dabei seien es die Stärken, auf die besonders geachtet werden sollte.

Das Konzept der „Lions Quest“ ist deutschlandweit bekannt und Seminare werden seit 25 Jahren gegeben. Dabei hat das Programm nach Angaben der Lions rund 25 Millionen Schüler erreicht. Auch in Düren gab es bereits einige Fortbildungen. Das Kernziel ist Präventionsarbeit und außerdem die Stärkung junger Menschen.

Ulrich Meyer, stellvertretender Schulleiter am Stiftischen Gymnasium, freut sich, dass die Fortbildung an seiner Schule stattfindet. Einige Kollegen hätten „Lions Quest“ bereits absolviert und hätten das Gelernte gut im Unterricht anwenden können.

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