Kommentiert: Saubere Sache

Kommentiert: Saubere Sache

Hundekot auf Gehwegen, Zigarettenkippen auf dem Kaiserplatz, leere, zerbrochene Bierflaschen in der Fußgängerzone: Es ist gut und richtig, dass die Stadt Düren alle Umweltverschmutzer mit höheren Strafen belegen will als bisher.

Eine sauber und gepflegt daherkommende Stadt ist nun einmal attraktiver, vor allem für Besucher, aber — natürlich — auch für Einheimische. Schwerer als das Ziel einer ordentlichen City zu formulieren ist aber die Umsetzung.

Die für die Kontrolle eingesetzten Kräfte können allein schon aufgrund ihrer begrenzten Zahl das gesamte Stadtgebiet nicht kontinuierlich abdecken. Außerdem werden sie immer wieder auf Schmutzfinken treffen, die sich einer Strafe widersetzen wollen.

Natürlich können die städtischen Kräfte die Polizei zur Hilfe holen, aber auch die klagt nicht gerade über ein Zuviel an Personal. Aber vermutlich werden allein die Ankündigungen, intensiver zu kontrollieren und vor allem die Aussicht auf empfindlichere Strafen dazu führen, dass potenzielle Übeltäter zurückhaltender sind. Allein das ist zu begrüßen.

Noch begrüßenswerter wäre es, wenn es gar nicht erst so viel Müll und anderen Unrat in den Straßen geben würde, wenn also tatsächlich das einträfe, was sich die Verantwortlichen bei der Stadt wünschen: eine Einsicht der Übeltäter. Das wäre eine saubere Sache.

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