Nideggen: Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken: Nideggen? „Das läuft!“

Nideggen : Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken: Nideggen? „Das läuft!“

Wenn die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken die Stadt Nideggen besucht, geht es meist um ernste Themen. Im Jahr 2010 trat sie ihren Dienst an, war seitdem mehrfach in der Herzogstadt zu Gast. Das immer wieder kehrende Thema: die Stadtfinanzen.

Als Stärkungspaktkommune oblag es der Regierungspräsidentin, NRW-weit den ersten Sparkommissar in eine Stadt zu entsenden — mit den bekannten Folgen. Jetzt, beim ersten Besuch von Gisela Walsken in der Amtszeit von Bürgermeister Marco Schmunkamp, mag das Verhältnis zwischen Kommune und Bezirksregierung deutlich entspannter gewesen sein, die Themen sind freilich dennoch gewichtig.

Ganz oben auf der Tagesordnung der Gespräche zwischen Walsken und der Verwaltungsspitze plus den Fraktionen stand dabei der Erhalt des Sekundarschulstandortes in Nideggen. 40 Schüler müssten sich dort mindestens anmelden, um den vorgeschriebenen zweizügigen Betrieb aufrechtzuerhalten. Für das neue Schuljahr hingegen gab es nur 25 Anmeldungen, Walsken genehmigte die „einmalige Duldung einer einzügigen Eingangsklasse“.

Natürlich streben Schule, Politik und Verwaltung die dauerhafte Sicherung des Standortes als einzige weiterführende Schulform vor Ort an. „Die Nideggener Sekundarschule ist eine pädagogisch hervorragende Schule“, betont Walsken, die hofft, dass beim kommenden Anmeldeverfahren von 19. Februar bis 16. März die Anmeldezahlen wieder deutlich über den Zahlen von 2017 liegen werden.

„Wir werden sehr genau schauen, wie sich die Zahlen entwickeln“, sagt sie noch. Das zumindest nährt eine Hoffnung: Sollten die erforderlichen 40 Anmeldungen ausbleiben, könnte auch ein deutlich erkennbarer Anstieg ausreichen. Die Monate bis zur neuen Anmeldungsrunde wollten Schule, Verwaltung und Politik nun nutzen, um noch stärker für die Schulform zu werben. Bürgermeister Marco Schmunkamp: „Die Schule leistet hervorragende Arbeit. Nur der Schulstart und die Auseinandersetzung um die Einführung waren nicht optimal. Es scheint fast so, als ob jeder die Schule scheitern sehen will.“

In puncto Stadtfinanzen zieht Gisela Walsken ein überraschend positives Fazit: „2012 war eine geordnete Verwaltungsführung nicht erkennbar. Also habe ich einen meiner besten Mitarbeiter als Sparkommissar geschickt. Wir haben hier viel bewirken können. Jetzt gucke ich sehr positiv auf die Entwicklungspotenziale und mache mir keine Sorgen um Nideggen — das läuft.“ Eine gute Ausgangslage für Politik und Verwaltung, um auf die Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete im Rahmen der Regionalplanung zu drängen.

(bugi)
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