Musik von „Rammstein“ bis „Zucchero“: „Köbes Underground“ kommt zum Mundart-Festival im Willy-Brandt-Park

Musik von „Rammstein“ bis „Zucchero“ : „Köbes Underground“ kommt zum Mundart-Festival im Willy-Brandt-Park

Wenn im nächsten Jahr auf der Kölner Stunk-Sitzung das Lied „Hau die Fott vom Teller“ gespielt wird, dann ist Addy Clemens, Vorsitzender der AG „Schnüss“, daran alles andere als unschuldig.

Jedenfalls hat Clemens auf die Frage, warum „Köbes Underground“, die Hausband der Kölner Stunk-Sitzung, in diesem Jahr Top-Act beim Mundart-Festival der AG „Schnüss“ ist, spontan geantwortet: „Weil wir einmal einen neuen Weg einschlagen wollten. Und eine Band eingeladen haben, die eben nicht nur ‚Hau die Fott vom Teller‘-Musik spielt.“ Also eben solche Musik, wie man sie überall zu hören bekommt.

Ecki Pieper von „Köbes Underground“ kannte den Begriff nicht, fand ihn aber so witzig, dass er versprach, ein Lied mit eben diesem Titel zu schreiben. Was die kleine Anekdote vom Pressegespräch zum Mundartfestival, das vom 23. bis zum 25. August, im Willy-Brandt-Park stattfindet, verdeutlicht: Die AG „Schnüss“ will in diesem Jahr die eingefahrenen Pfade verlassen. Und mit „Köbes Underground“ haben Addy Clemens und sein Team nicht nur eine Band verpflichtet, die vorher noch nie in Düren gespielt hat, sondern auch eine, die unglaublich vielseitig und kreativ daherkommt. „Wer zu unserem Konzert kommt“, sagt „Köbes-Underground-Akkordeonist und Keyboarder Winni Rau, „der muss mit ‚Rammstein‘ genauso rechnen wie mit Xavier Naidoo und ‚Zucchero‘.“ Man müsse, ergänzt Ecki Pieper, die Rockmusik ja nicht neu erfinden. „Es gibt genug Songs. Und für die denken wir uns neue, witzige Texte aus.“

So wird zum Beispiel aus „Senza una Donna“ von „Zucchero“ bei „Köbes Underground „Da kommt ein Komma“, und „Son of a preacher man“ von Dusty Springfield wird zu „Die Söhne vom Bofrost-Mann“. Eine weitere Besonderheit von „Köbes Underground“: Die elf Bandmitglieder wechseln dauernd ihre Kostüme. Allein im ersten Teil des Konzertes präsentiert die Truppe um Eckie Pieper und Winni Rau 18 verschiedene Outfits – vom tradtionellen Tambourcorps über alte Männer im Akkordeonorchester bis hin zu musizierenden Schrebergärtnern ist alles dabei. Ach ja, auch das Kölner Dreigestirn darf erwartet werden.

„Wir wissen“, sagt Addy Clemens, „dass ‚Köbes Underground‘ ein besonderes Publikum anspricht. Und wir wissen auch, dass wir mit dieser Band ein Risiko eingehen.“ Im Grunde, ergänzt der AG „Schnüss“-Chef gebe es nur zwei Sorten von Reaktion auf die Verpflichtung dieser besonderen Band. „Die einen sind begeistert, und die anderen kennen ‚Köbes Underground‘ nicht. Und genau das wollen wir eben ändern. Wir sind sicher, dass wir mit dieser Gruppe den absolut richtigen Griff getan haben.“

Winni Rau, Eckie Pieper und die anderen „Köbesse“ freuen sich sehr auf den Auftritt in Düren. Rau: „Weil die meisten unserer Bandmitglieder neben der Musik noch einem Beruf nachgehen, ist die Zahl unserer Auftritte reglementiert. Und wir fahren nur dorthin, wo ein Konzert deutlich nach Spaß riecht. Und den Eindruck haben wir beim Dürener Mundartfestival absolut.“

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