Düren: Knatsch bei den Linken: Valentin Veithen führt Liste an

Düren: Knatsch bei den Linken: Valentin Veithen führt Liste an

Knatsch bei der Partei „Die Linke“ in Düren: Der bisherige Sprecher, Niko Theodoridis, steht nicht mehr auf der Reserveliste für die Kommunalwahl am 25. Mai und wird somit dem nächsten Stadtrat nicht mehr angehören. Die Liste wird von Valentin Veithen angeführt, der auch auf Kreisebene den Spitzenplatz auf der Liste innehat.

Begleitet wurde die Wahl von einem Krach zwischen Theodoridis und Veithen. Theodoridis hatte eigener Aussage nach nicht damit gerechnet, dass Veithen kandidieren würde. Der gebürtige Grieche wirft Veithen vor, extra neue Parteimitglieder angeworben zu haben, „die ihn dann wählen“. Das sei kein guter Stil. Veithen hält das für einen „normalen Vorgang“.

Jeder Politiker müsse sich seine Mehrheiten organisieren, Theodoridis habe das in der Vergangenheit nicht anders gemacht. Während die Linke im Januar 2013 124 Mitglieder zählte, waren es zum Stichtag für die Kandidatenwahl im Dezember 2013 189.

Den Vorwurf der Ämterhäufung (Stadt und Kreis) kontert Veithen mit dem Hinweis, auch andere Politiker seien auf beiden Ebenen aktiv. Ebenso hält er es für normal, dass auch seine Frau auf der Reserveliste (Platz 13) steht.

Verärgerung

Er habe gegen Theodoridis kandidiert, weil er mit dessen politischer Arbeit im Stadtrat unzufrieden sei. Theodoridis kandidierte aus Verärgerung schließlich gar nicht. „Hätte er das getan, wäre er auf Platz 2 gekommen“, behauptet Veithen.

Aus Wut über Valentin Veithens Vorgehen wollen mehrere Mitglieder des Stadtverbandes jetzt aus der Partei austreten, darunter auch das Vorstandsmitglied Martin Cottmann.

(inla)