Düren: Klare Worte von Bürgermeister Larue beim Neujahrsempfang

Düren: Klare Worte von Bürgermeister Larue beim Neujahrsempfang

„Wir dürfen die soziale Infrastruktur unserer Stadt in ihren Grundfesten nicht erschüttern lassen.” Klare Worte von Bürgermeister Paul Larue beim dritten Neujahrsempfang der Stadt Düren im Kongresszentrum des Krankenhauses Düren.

Der letzte der traditionellen Empfänge ist der für die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen und Verbände. Mit rund 80 Teilnehmern ist er ohne Zweifel der Kleinste, aber ohne Zweifel auch der, wo man am besten miteinander ins Gespräch kommen konnte.

Mit dabei waren unter anderem Vertreter von „In Via” und des Arbeitslosenzentrums, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, verschiedener Selbsthilfegruppen, der Hospizgesellschaft, Mitarbeiter von Seniorenheimen und der Dürener Blindenschule.

Larue betonte in seiner Ansprache, dass die soziale Infrastruktur einer Stadt mindestens genauso wichtig sei wie ihre bauliche. Larue: „Und wir befinden uns wirklich auf einer nicht einfachen Strecke. Aber wenn man dann die schlimmen Nachrichten und Bilder aus Haiti sieht, wird man doch wieder bescheiden und dankbar.”

Auch in Düren gebe es immer mehr Menschen, die ein Stück ihrer Existenzgrundlage verloren hätten, weil sie von Arbeitslosigkeit bedroht seien oder ihren Arbeitsplatz bereits verloren hätten. Und auch die Situation der Sozialverbände hätte sich durchaus verschärft. „Die Anforderungen, die an sie gestellt werden, werden immer größer und die kommunalen Ströme der Förderung immer kleiner.” Zwei Bespiele nannte Larue, wo es besonders bitter wird.

Das „Café Lichtblick” sei durch den Wegfall öffentlicher Mittel in arge Bedrängnis geraten, genauso wie das Arbeitslosenzentrum. „Leider kann die Kommune nicht einfach so einspringen”, so Larue. „Ja, wovon denn auch?” Man müsse sich auch in Düren wegen der mangelnden Ressourcen auf das absolut Notwendigste konzentrieren. „Betreuung und Bildung sind nach wie vor sehr wichtig. Sechs Grundschulen sind noch keine Ganztagsschulen. Aber mit dem Rurtalgymnasium werden wir in diesem Jahr ein Ganztagsgymnasium bekommen.” Zum Schluss wünschte Larue seinen Gästen viel Glück, Erfolg und Kraft für ihre wichtige Arbeit.

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